Delegierten finden weder Jugendleiter noch Schatzmeister 

Schützenbezirk: Vorstandslücken noch nicht gefüllt

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Hessisches Ehrenzeichen in Bronze: Bezirksschützenmeister Mario Rummel gratuliert dem geehrten Reinhold Pfennig von der Schützenkameradschaft Neerdar. F

Berndorf. „Wie ihr seht, sind noch mindestens vier Stühle frei.“ Mario Rummel versuchte es auf die humorvolle Art, neben sich deutend, als er einen wunden Punkt im Schützenbezirk Waldecker Land ansprach.

Zwei wichtige Posten im Vorstand des neuen Gremiums sind noch zu vergeben. Daran änderte auch der Bezirksschützentag am vergangenen Samstag in Berndorf nichts.

Erst sieben Monate sind seit der Taufe des aus den Kreisen Arolsen und Eisenberg gebildeten Bezirks vergangen. Einzelne Geburtswehen konnten noch immer nicht bekämpft werden. Ein Schatzmeister und ein Jugendleiter waren auch beim Zusammenkommen der Vereinsdelegierten – 53 waren erschienen – nicht zu finden, wie schon bei der Gründungsversammlung. „Ich wurde in Frankfurt beim Verband angesprochen, dass wir die einzigen sind, die solch wichtige Positionen nicht besetzt haben“, teilte Mario Rummel mit.

Immerhin: In Christoph Lange (36) von den Mengeringhäuser Sportschützen fand sich spontan ein Interessent für das ebenfalls vakante Amt des Referent Großkaliber. Seiner Wahl stand nichts im Wege.

Zweite Baustelle: Bezirkskönigsschießen. Waren zehn Teilnehmer bei der Jugend noch in Ordnung, ließ das Interesse bei den Erwachsenen mit vier Schützen doch zu wünschen übrig, monierte Mario Rummel, rückblickend auf das erstmals an einem separaten Termin ausgetragene Schießen. Einzelne Vorstöße, die Titel bei den Bezirksmeisterschaften auszuschießen, wurden abgeblockt vom Vorstand; der Modus solle beibehalten werden. Der SV Meineringhausen stellte sich als Gastgeber zu Jahresbeginn 2019 zur Verfügung.

Bogen und Senioren boomen

Überhaupt scheint das Interesse am neuen Bezirk noch nicht durchweg groß; selbst im sportlichen Sektor. „Von 2090 Mitgliedern der 38 Vereine könnten 783 bei den Bezirksmeisterschaften starten. 214 hatten gemeldet“, sagte Sportleiter Schrauf. An ein Finalschießen in den Hauptklassen war angesichts der Teilnehmerfelder nicht zu denken.

Insgesamt fiel die Bilanz der Bezirksspitze aber positiv aus, wie im Jahresbericht deutlich wurde. Drei Sitzungen habe der neue Vorstand abgehalten, berichtete Rummel. Bei den Rundenwettkämpfen, die gerade zu Ende gegangen sind, habe es nichts Negatives gegeben, so der Willinger. Klaus Emde (Referent Gewehr), der mit Heinz-Jürgen Henning (Pistole) die Ehrungen der Ligasaison übernahm, stellte die Zusammensetzung der Schießklassen in der neuen Saison klar.

Durch den Aufstieg des SV Goddelsheim in die Oberliga kommt es in fast allen Schießklassen zu zwei Aufsteigern. Arolsen darf sogar als Tabellendritter der Regionalklasse eins höher, da Massenhausen II durch die erste Mannschaft der Aufstieg verbaut ist. In Grundklasse I hatte Mühlhausen den Dreifach-Klassensieg der Goddelsheimer verhindert.

Noch nicht ganz beendet sind die Wettkämpfe der Senioren. Referent Hans Wiemann wies auf das Sommertreff am 5. Mai mit den Saisonehrungen hin. Kommende Saison gesellt sich eventuell mit dem SV Stormbruch eine Mannschaft hinzu. Die heimischen Bogenschützen hatten eine erfolgreiche Saison, berichtete Referent Jan Heimbeck. Die Arolser erhalten in Wetterburg eine neue Schießmöglichkeit im Freien und richten dort am 10. Juni die Bezirksmeisterschaft aus.

Gar nicht positiv wurde aufgenommen, dass der Verband eine erneute Beitragserhöhung plant. 

Ehrennadel für Reinhold Pfennig

Mehr als 39 Jahre lang hat er den Schießsport in Neerdar geprägt: Als Anerkennung dafür und auch für sein Engagement im ehemaligen Kreisvorstand erhielt Reinhold Pfennig am Samstag das Große Hessische Verbandsehrenzeichen in Bronze. Als Vorsitzender der Kyffhäuser-Schützenkameradschaft hat Pfennig nun sein Amt übergeben. Nachfolger Dennis Kasper stellte er in Berndorf gleich vor. (schä)

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