Weltcup-Verfolgungsrennen in Oberhof:  Nadine Horchler hat Pech beim Schießen

Von Platz 34 auf 11 - Karolin Horchler schafft WM-Norm

Ruhiges Händchen bewiesen: Karolin Horchle r hat mit einem guten Schießergebnis und guten Beinen 23 Plätze gut gemacht. Foto: dpa

Oberhof – Die Weltmeisterschaft im Biathlon kann kommen. Denn Karolin Horchler hat mit ihrem elften Platz beim Verfolgungsrennen über zehn Kilometer in Oberhof die Norm für die WM geschafft.

Die gebürtige Ottlarerin hatte sich vom 34. Rang im Sprint um 23 Plätze noch vorn gearbeitet. Nicht so gut lief es für ihre Schwester Nadine, die nach fünf Schießfehlern gegenüber dem Sprintrennen am Freitag sogar zwei Ränge verlor und den Verfolger-Wettkampf auf dem 43. Platz beendete.

Karolin Horchler leistete sich nur einen Schießfehler und kam 1:21,8 Minuten später ins Ziel als Lisa Vittozzi (Italien), die sich nach Rang eins im Sprint auch den Sieg im Verfolgerrennen holte. Die Italienerin benötigte für die zehn Kilometer 32:32,9 Minuten und sie konnte sich sogar noch zwei Schießfehler erlauben.

„Ja, das war ein richtig gutes Rennen von mir, zweimal null im Liegendschießen war die Basis dafür „, sagte Karolin Horchler. „Dann habe ich gemerkt, oh es geht ja jetzt ganz schön weit nach vorn, cool. Das hat echt Spaß gemacht“, sagte Karolin Horchler. Dieser Euphorie habe ihr auch schnellere Beine gemacht. „Es läuft sich besser , wenn im Feld mitlaufen kann“, sagte die 29-Jährige, die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startet.

Karolin hat nun zwei Top-15-Plätze im Weltcup erreicht (14. Platz in Hochfilzen im Sprint) und die WM-Norm geschafft. „Ich weiß aber noch nicht, wie es weitergeht“, sagte die 29-Jährige.

Eine andere Stimmungslage herrschte natürlich bei Schwester Nadine. Sie hat viele Plätze am Schießstand liegengelassen, weil sie gleich fünfmal das Ziel verfehlt hat. „Heute wäre mit einem guten Schießen viel möglich gewesen, aber es sollte nicht sein. Woran es genau lag, weiß ich auch nicht .“

Die Athletin vom SC Willingen kam 3:52,2 Minuten nach der Siegerin ins Ziel. „Natürlich bin ich enttäuscht über meine Leistung, aber ich nehme den Kopf wieder hoch und so ist Biathlon.“ Ob es für sie im Weltcup weiter gehe, oder sie wieder zum IBU-Cup wechseln müsse, wisse sie noch nicht.

Nach dem enttäuschenden Sprint waren fast alle deutschen Biathletinnen diesmal gut unterwegs. Vor allem Franziska Preuß. Von Platz 45 kämpfte sie sich mit zwei Schießfehlern auf den sechsten Rang vor (+54,7 Sek.). Denise Herrmann startete als 36. und wurde Achte (4/+1:03,2 Min.).  rsm/dpa

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