Nach unverhofftem Startplatz gewinnt Upländerin Massenstart und weint Freudentränen

Sensation in Antholz: Erster Weltcupsieg für Nadine Horchler

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Als Erste überquert die jubelnde Nadine Horchler die Ziellinie in Antholz.

Antholz. Gänsehaut und Tränen am frühen Samstagnachmittag. Gänsehaut bei Teamkollegen und  15.000 Zuschauern in Südtirol. Tränen bei Weggefährten, Familie und bei ihr selbst: Nadine Horchler hat sich den Traum vom Weltcup-Sieg erfüllt!

Nur weil zwei Läuferinnen verzichtet hatten, war die 30-Jährige aus Ottlar, die für den SC Willingen startet, überhaupt ins 30-köpfige Starterfeld im Massenstart gerückt. "Ich hatte mit dem Start an sich schon gewonnen, also nichts zu verlieren", bekannte Nadine Horchler denn auch vor dem ZDF-Mikrofon.

Über die gesamten 12,5 km mischte Horchler in Schlagdistanz zur Spitze mit - denn setzte 20 blitzsaubere Treffer, blieb am Schießstand als einzige von zwei Athletinnen fehlerfrei.

Mit der tschechischen Topläuferin Gabriela Koukalova nahm sie den Zweikampf auf der Schlussrunde auf und verwies Koukalova im energischen Zielsprint auf Platz drei. Denn auch die Weltcup-Führende Laura Dahlmeier holte die Tschechin noch ein, lag schließlich 3,1 Sekunden zurück, Koukalova 8,0.

Während sich Dahlmeier und alle im deutschen Team über Horchlers Premierensieg freuten, musste die erst einmal ein paar Tränchen wegwischen, ehe sie ihren größten Karriere-Triumph etwas besser realisierte. "Zu viel nachgedacht am Schießstand hatte ich das ganze Jahr schon. Heute habe ich gedacht: Ich schieße einfach", sagte die Überglückliche, die angesichts des "bebenden Stadions" ihren eigenen Atem und Herzschlag nicht mehr hören konnte.

Der erste Weltcup-Sieg bringt der Ottlarerin doppelte Freude. Nadine Horchler ergatterte nämlich im letzten Einzelrennen vor der Weltmeisterschaft auch das letzte freie Ticket für die WM in Hochfilzen (9. bis 19. Februar). 

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