Biathlon: Lohschmidt siegt vor Gombert und Niggemann

Deutschlandpokal: Ein Podest ganz allein für den SC Willingen

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Trio des SC Willingen auf dem Podest: Tom Gombert, Sven Lohschmidt und Christopher Niggemann (von links) machten die Medaillen im Sprint am Notschrei unter sich aus.

Willingen/Notschrei – Zumindest am ersten Tag haben sie die Gunst der Stunde genutzt: Die Biathleten des SC Willingen landeten beim Deutschlandpokal am Notschrei einen Dreifachsieg im Sprint der Junioren.

In Abwesenheit der vier WM-Teilnehmer gewann Sven Lohschmidt nach 27:11 Minuten, obwohl er zwei Strafrunden laufen musste. Die Teamkollegen Tom Gombert und Christopher Niggemann, die jeweils nur einmal daneben zielten, folgten 26,2 Sekunden bzw. 1:05,9 Minuten zurück.

 „Sie haben gezeigt, dass sie ins Geschehen bei der Weltmeisterschaft hätten mit eingreifen können“, freute sich Landestrainerin Susen Fischer über „das richtig gute Ergebnis“.

Bei der Jugend II über 7,5 Kilometer erkämpfte sich Jan Lohschmidt trotz zweier Fehler den vierten Platz im 31-köpfigen Feld. Nach 22:35,6 Minuten fehlten ihm nur 29,1 Sekunden auf Sieger Pascal Nitschke (OBV Ringenhain, 1 Fehler). 

Bei den gleichaltrigen Mädchen verfehlte Marie Zeutschel drei Scheiben und wurde in 21:38,5 Elfte, eine halbe Sekunde vor Teamkollegin Hannah Möller (1). Den Sieg schnappte sich Luise Born (OBV Ringenhain, 20:02,0/0).

Sven Lohschmidt legt Rang nach

Nicht so gut lief es am zweiten Tag im Schwarzwald im Supereinzel. Bei verkürzten Distanzen und vier Schießeinlagen gab es statt einer Strafminute pro Fehler nur 15 Sekunden Zeitzuschlag. Zufrieden sein konnte erneut Sven Lohschmidt, dem nach 22:48,8 Minuten als Zweiter nur 14,9 Sekunden auf Sieger Max Barchewitz (SV Frankenhain (3) fehlten. Dabei hatte sich der 21-Jährige vom Skizug in Mittenwald sogar sechs „Fahrkarten“ geleistet.

Läuferisch nicht mehr zu kompensieren konnte Tom Gombert seine sechs Fehler, er wurde mit 1:26,7 Rückstand Fünfter. Gar neun Scheiben ließ Christopher Niggemann schwarz, Rang zehn mit 2:20,0 Rückstand waren auch für Susen Fischer indiskutabel. „Da muss man einfach besseres Schießen erwarten“, meinte sie trotz schwieriger Bedingungen mit böigem Wind und angesichts der kurzen Runden reichlich Gedränge in der Loipe und am Schießstand.

Während Lohschmidt und Gombert mit der verpassten WM-Qualifikation künftig wohl nicht mehr auf die Sportförderung durch Bundespolizei bzw. Bundeswehr bauen können, hat Niggemann in seinem ersten Juniorenjahr noch gute Chancen auf die Bestätigung des C-Kader-Status. „Dafür muss er aber bei den nächsten Wettkämpfen beständige Leistungen anbieten“, sieht seine Trainerin den 19-Jährigen beim nächsten Deutschlandpokal in zwei Wochen in Altenberg und bei den deutschen Meisterschaften Ende Februar in Kaltenbrunn in der Pflicht.

Im Supereinzel der Jugend II wurde Jan Lohschmidt mit zwölf Fehlern nur 24. im 31-köpfigen Feld. Bei den Mädchen verfehlte Marie Zeutschel fünf Scheiben, erkämpfte sich aber nach 20:17,1 Minuten auf den fünf Kilometern noch den sechsten Rang. Hannah Möller (21:15,3/5) wurde 14. im 25-köpfigen Feld. (ni/frg)

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