Biathlon-EM: Karolin Horchler auf Rang fünf, Nadine auf Rang 13 - Gute Chancen im Verfolger

Neun Sekunden fehlen Karolin Horchler zu Bronze

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Gespannte Blicke im Zielraum: Karolin Horchler hoffte im Sprint auf eine Medaille. Am Ende wurde sie Fünfte.

Ridnaun. „Ganz schön knapp heute.“ So fiel das Fazit von vielen Biathletinnen nach dem Sprintrennen der Europameisterschaft in Südtirol aus.

Denn der Sprint am Freitag machte seinem Namen alle Ehre – im Ziel nach 7,5 Kilometern hatte selbst Irina Bondar (Ukraine) auf Platz 23 noch weniger als eine Minute Rückstand zur strahlenden Siegerin, ihrer Landsfrau Irina Varvynets (20:54,1 Minuten).

Mittendrin im Pulk der größtenteils sehr sicher schießenden Top 20: Karolin und Nadine Horchler. Diesmal war die jüngere Schwester die bessere. Als Fünfte war sie wie weitere fünf Athletinnen der Top zehn am Schießstand nach zwei Anschlägen mit der Null weggefahren. Doch in der Endabrechnung fehlten der 28-Jährigen vom WSV Clausthal-Zellerfeld 24,9 Sekunden auf die Siegerin. Noch bitterer: Nur 8,9 Sekunden lag die Bronzemedaille entfernt, die an die Japanerin Tachizaki ging. Chloe Chevalier (Frankreich, +12,9), die Siegerin im 20-Kilometer-Einzel, holte Silber.

„Mit dem Schießen bin ich auf jeden Fall zufrieden“, sagte Karolin Horchler, die im Einzel am Mittwoch mit zwei Fehlern noch eine Medaille „verballert“ hatte. Diesmal war sie allerdings in der Spur nicht so flink. „Es war spiegelig“, sagte Horchler, und meinte damit: „Der Ski wackelt dann hin und her. Bei solchen Bedingungen bin ich etwas anfällig mit meinem Schienbein.“

Eines wusste aber die Upländerin angesichts der Zeitabstände: „Für Samstag ist noch alles drin.“ Heute (15 Uhr) fällt der Startschuss zur Verfolgung – für die Horchlers die letzte Jagd nach einer Einzelmedaille bei der EM.

Denn auch Nadine Horchler richtet nach ihrem Sprint den Blick schon nach vorn. „Ich hoffe jetzt auf Samstag – dass es richtig gut ist und einige Plätze nach vorne geht“, sagte die 31-Jährige aus Ottlar, die gestern 13. wurde, nachdem sie zum Auftakt Platz sieben verbucht hatte.

Ein Ergebnis, dass Horchler angesichts des „megaknappen Ausgangs“ als „ganz gut“ einordnete. Unterschied zu Mittwoch: der eine Fehler im Stehendschießen. „Der war sehr schade, weil ich sonst näher an einer Medaille gewesen wäre. Dennoch: Es ist gut für die Verfolgung, dass nicht viel Abstand nach vorn ist, kaum eine Strafrunde.

Insgesamt tat sie die Athletin des SC Willingen noch etwas schwer, die Platzierung einzuordnen. „Der Sprint war okay,weil ich mich läuferisch auch besser gefühlt habe als im Einzel. Aber der 13. Platz fühlt sich schlechter an als er ist.“

Staffeln zum Abschluss

Nach der Verfolgung heute endet die Biathlon-EM in der Höhe von Ridnaun am Sonntag mit zwei Teamwettbewerben. Um 13 Uhr startet die Mixed Staffel (je zwei Männer und Frauen), um 15 Uhr die Single Mixed Staffel. Dass beide Horchler-Schwester dabei sind, daran mag niemand zweifeln. Die übrigen deutschen Frauen empfahlen sich auch gestern nicht für höhere Aufgaben.

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