Nadine Horchler Neunte zum Abschluss des IBU-Cups in Obertilliach

Biathlon-Weltcup: Karolin Horchler mit sieben Schießfehlern in der Verfolgung

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Kein Blick zurück im Zorn auf die Tage in Obertilliach: Nadine Horchler.

+++ Aktualisiert +++ Obertilliach/Nove Mesto. Enttäuschung für Karolin Horchler beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto: Die Ottlarerin fiel in der Verfolgung auf Platz 48 zurück. Platz neun belegte ihre Schwester Nadine zum Abschluss des IBU-Cups in Obertilliach.

Bei nicht leichten Bedingungen im Schießstand - lediglich Vanessa Hinz und die Schwedin Magnusson kamen bei dem tückischen Wind fehlerfrei durch - war Karolin Horchler nur bis zum zweiten Liegendschießen gut unterwegs. 

Als 27. gestartete hatte sie nach fünf Treffern zum Auftakt sieben Plätze gutgemacht. Dann patzte sie dreimal, und im Stehendschießen ließ sie jeweils zwei Scheiben stehen. 

Massenstart ohne Karolin Horchler

Bei insgesamt sieben Fehlern hatte Horchler im Ziel schließlich 4:37,7 Minuten Rückstand auf Siegerin Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen. Zweite wurde die Italienerin Dorothea Wierer vor der Schwedin Hanna Öberg. Laura Dahlmeier lag einen Tag nach ihrem starken Comeback nach langer Krankheitspause mit Platz zwei im Sprint nach zwei Schießfehlern mit 54,2 Sekunden Abstand auf Rang fünf. Vanessa Hinz beendete das Rennen auf Platz sechs.

Ohne Schussglück in Nove Mesto: Karolin Horchler, hier beim Weltcup in Hochfilzen.

Für die für den WSC Clausthal-Zellerfeld startende Horchler ist damit die Weltcup-Woche in Nove Mesto vorbei. Der  Massenstart an diesem Sonntag findet ohne sie statt. 

Nur eine Fahrkarte von Nadine  

Nadine Horchler vom Ski-Club Willingen schoss beim Sprint in Obertilliach zwar nur eine Fahrkarte, aber die kostete in einem extrem engen Rennen alle Chancen aufs Podest.„Mit dem Wettkampf bin ich eigentlich zufrieden“, meinte Horchler. 37,4 Sekunden trennten sie nach 7,5 Kilometern von der Überraschungsersten Nadja Moser aus Kanada. Die fehlerfrei schießende Siegerin lag nur vier Zehntelsekunden vor der Russin Natalia Gerbulova (1 Fehler). 

Wie eng es in der Spitze zuging, zeigt auch der vierte Platz von Laura Kummer, die als einzige Deutsche vor Nadine Horchler rangierte: Die 25-Jährige hatte nur 1,9 Sekunden mehr auf der Uhr stehen als Moser. 

Auf der Schlussrunde Plätze gutgemacht

Nach dem Supersprint am Freitag (Platz 19) sei sie beim Liegendschießen ein bisschen verunsichert gewesen, sagte Nadine Horchler. „Es war super, dass ich liegend mit 0 durchgekommen bin.“ 

Dafür ließ die Sportsoldatin eine Scheibe beim Stehendanschlag stehen. Dank einer sehr schnellen Schlussrunde konnte sie kurz auf ihren zweiten Podiumsplatz in Obertilliach (nach Platz zwei im Einzel) hoffen, dann aber purzelten die Bestzeiten.

In einer Woche Start beim City-Sprint

Die 32-Jährige verwies darauf, dass sie als einzige DSV-Starterin jetzt vier Wochen lang Wettkämpfe am Stück bestritten habe. „Die anderen hatten Pause. Dafür war es wirklich gut, gerade auf der Schlussrunde.“ Aber ein Limit sei erreicht, sie freue sich jetzt darauf, die Beine über Weihnachten ein paar Tage hochzulegen.

Schon am 30. Dezember bestreitet Nadine Horchler beim City-Sprint in Garmisch, nicht weit also von ihrer Wahlheimat Mittenwald, das nächste Rennen. 

Was das nächste Jahr für die Biathletin bringt? „Die Lage im Weltcup kann ich gerade nicht einschätzen“, sagte sie. „Ich gehe mit demPodestplatz hier gut ins neue Jahr und lasse mich überraschen.“

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