Biathlon-IBU-Cup: Sportlerin des SC Willingen mit nur einer Strafrunde in der Verfolgung

Nadine Horchler läuft aufs Podium vor

Jubelnd ins Ziel: Nadine Horchler vom SC Willingen reißt als Zweite in der Verfolgung die Arme hoch. Die Schwedin Elisabeth Högberg hat sie auf Distanz gehalten. Foto: Harald deubert

Arber/Willingen. Um 6,8 Sekunden hat sie im Sprint das Podest verpasst. Das holte Nadine Horchler in der Verfolgung nach, am Ende fehlten ihr als Zweite nur 13,4 Sekunden zum Sieg beim Biathlon-IBU-Cups am Arber.

Der Rückstand auf Viktoria Slivko betrug auf den 7,5 Kilometern am Samstag 25,8 Sekunden – ungefähr so lange, wie ein Strafrunde dauert. In die musste die 32-jährige Ottlarerin ausgerechnet beim letzten der zehn Schüsse einbiegen. Die Siegerin aus Russland dagegen setzte alle Patronen ins Ziel und war mit 21:29,7 Minuten nicht zu schlagen.

Nadine Horchler war trotz der ärgerlichen Extraschleife nicht unzufrieden. „Mit 90 Prozent Trefferquote doch noch auf Platz vier, das habe ich auch noch nicht so oft geschafft“, meinte sie und blickte schon auf den Sonntag. „Das ist eine super Ausgangsposition für die Verfolgung, ich freue mich richtig drauf.“

Entscheidung beim vierten Schießen

Die Vorfreude setzte die Sportsoldatin am Sonntag in positive Energie um, „das war ein super Rennen“. Beim dritten Schießen schob sie sich auf Rang zwei vor, nur 1,7 Sekunden hinter Ingela Andersson. „Ich bin taktisch die ersten Runden nur mit gelaufen“, zeigte sich schnell, dass die Entscheidung am Schießstand fallen würde.

Vor dem letzten Stehendanschlag hatte Horchler die Schwedin überholt, lag nun 0,6 Sekunden hinter der Norwegerin Ragnhild Femsteinevik. Die viertplatzierte Sprintsiegerin Slivko hatte trotz zweier Strafrunden auch nur 2,1 Sekunden Rückstand.

Und die Russin gewann das Nervenspiel des Führungsquartetts, räumte alle fünf Scheiben ab und gewann nach 30:14,4 Minuten mit 13,4 Sekunden vor Horchler, die den Rückstand nach einer Strafrunde nur noch halbieren konnte. „Der eine Fehler kann passieren“, erklärte sie, „danach war die Schlussrunde noch mal richtig knackig.“ Sie hielt dabei die Schwedin Högberg um 5,3 Sekunden auf Distanz.

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