Biathlon: Nadine Horchler muss im Super-Sprint zu oft nachladen

Wieder bleibt eine Scheibe stehen - Karolin Horchler 27.

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Wieder nicht die Null am Schießstand: Karolin Horchler wurde im gestrigen Sprint 27.

Nove Mesto/Obertilliach. Durchwachsener Freitag für die Horchler-Schwestern bei ihren Biathlon-Auftritten im Sprint bzw. Supersprint.

Null Fehler liegend, ein Fehler im Stehendschießen – das war das „Standardprogramm“ der deutschen Biathlonfrauen beim gestrigen Sprint beim Weltcup in Tschechien. 

Die Unterschiede taten sich dann in der Loipe auf. Das bekam auch Karolin Horchler zu spüren. Die 29-Jährige aus Ottlar belegte nach 7,5 Kilometern den 27. Platz, der sich in etwa einreiht in die bisherige Saison, aber das zweitbeste Ergebnis darstellt.

1:18 Minuten Rückstand

Knapp 1:18 Minuten betrug Horchlers Rückstand auf die Siegerin, Marte Olsbu Roeiseland aus Norwegen, die tadellos am Schießstand agierte, während 0/1 das Ergebnis fast aller Athletinnen unter den ersten 25 war.

Die Deutschen standen im Schatten von Laura Dahlmeisers bärenstarker Rückkehr (Platz zwei) und lagen bis auf Denise Herrmann allesamt vor Karo Horchler, wenngleich auch nicht weit. Der Upländerin bleibt einmal mehr die Hoffnung auf die heutigen Verfolgung (17 Uhr).

Nadine Horchler 19. im Super-Sprint

Zum zweiten Mal nach dem Test Ende der vorigen Saison fand im IBU-Cup ein Super-Sprint statt. Nadine Horchler vom SC WIllingen belegte bei dieser Variante des Sprints mit kurzen Runden und vier Schießeinlagen gestern einen etwas enttäuschenden 19. Rang und war damit nur viertbeste im komplett außerhalb der Top 10 liegenden deutschen Team.

Als 13. hatte sich die 32-Jährige am Vormittag im Prolog (ein Schießfehler) dank guter Laufzeit sicher für das Finale der besten 30 qualifiziert. Im rasanten Rennen hielt sie aber nicht ganz mit. Zwar betrug der Rückstand nach einem Schießfehler und vier Nachladern (eine Patrone pro Schießen ist erlaubt) nur 38 Sekunden auf die schwedische Siegerin Felicia Lindqvist. Aber die war mit einer Fahrkarte fast fehlerfrei geblieben und brauchte nur eine Nachladepatrone.

„Leider nicht ganz so gut. Wenn du jedes Mal einmal nachladen musst, kannst du keinen Boden gutmachen“, so das Fazit von Nadine Horchler, für die zum Jahresabschluss heute ein normaler Sprint auf dem Programm steht. (schä)

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