Schwestern aus dem Upland in Oberhof auf den Plätzen 34 und 41 - Deutsches Team schwach

Biathlon: Karo Horchler noch die Beste am "Tag zum Vergessen"

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Anstrengend war es für Karolin Horchler auf der schweren Strecke in Oberhof. Die Upländerin zielte nur einmal daneben, wurde aber nur 34. 

Oberhof – Wenn du Beste im deutschen Biathlon-Team bist, hast du meist Grund zur Freude. Bei Karolin Horchler war die Freude am Donnerstag dennoch allenfalls gedämpft.

Die 29-jährige aus Ottlar, für den WSV Clausthal-Zellerfeld startend, war am Donnerstagnachmittag die beste Deutsche im Sprint über 7,5 Kilometer - und dennoch nur 34. Ihre Schwester Nadine landete knapp dahinter auf Position 41.

Der Tag des ersten Weltcup-Sieges der Italienerin Lisa Vittozzi, die 5,3 Sekunden vor Anais Chevalier (Frankreich) das Sprintrennen über 7,5 Kilometer gewann, war ein rabenschwarzer Tag für die deutschen Frauen. Das Sextett landete im Neuschnee von Oberhof:

Das Liegendschießen

Nadine Horchler, mit Startnummer neun als erste Deutsche auf der Strecke, hatte bei einem Randtreffer noch Glück. Beim vierten Schuss fiel die Scheibe dann nicht – eine Strafrunde gleich zu Beginn als Hypothek. 

Karolin Horchler lieferte eine saubere erste Schießeinheit ab und traf alle Scheiben. Das war zunächst der zehnte Platz mit 17 Sekunden Rückstand.

Das Stehendschießen

Erfolgreich kämpfte Nadine Horchler um den fünften Schuss. Einmal zusätzlich geatmet, und dann das zweite Schießen fehlerfrei beendet. Der Rückstand auf der schweren Strecke auf die fehlerfreie Ukrainerin Irina Kryuko betrug aber schon jetzt knapp mehr als eine Minute.

Am Schießstand lief es für Nadine Horchler noch gut. Foto: Martin Schutt/dpa

Ihre Schwester „Karo“ konnte die Hoffnung auf Teil zwei der WM-Norm nach dem neunten Schuss begraben, denn der ging links unten daneben. Ein Fehler auch für sie insgesamt und auch schon eine Minute Rückstand auf die Spitze.

Der Zieleinlauf

1:19 Minuten hinter der am Ende fünftplatzierten Kryuko erreichte Nadine Horchler letztlich das Ziel. Das bedeutete nach 100 Starterinnen Rang 41; 1:41 Minuten hinter Vitozzi (22:34,60 Minuten) zurück. 90 Prozent Trefferquote am Schießstand ist okay. Aber das war natürlich nicht der Platz, den ich mit vorgenommen hatte“, sagte die 32-Jährige.

Auch Karolin Horchler tat sich auf der Schlussrunde der harten Strecke schwer, verlor weitere 30 Sekunden auf Vitozzi, hinter die sie 1:28 zurücklag.

Das Fazit

Denise Herrmann vier Fehler, Franziska Preuß drei, Franziska Hildebrand zwei – vielen Favoritinnen erging es nicht besser als den Deutschen auf den Plätzen 36, 40 und 45. Gar 80. nur wurde Youngster Anna Weidel, obwohl sie nur einen Fehler schoss. 

Die Horchler-Schwester riefen hingegen zumindest beim Schießen ihr Können ab. In der Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr) könnte dies eine Grundlage für eine Verbesserung sein. Und wenn sich der Rest nicht steigert, haben die Horchlers sogar eine Chance auf einen gemeinsamen Staffelstart.

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