Upländer Biathletin wird 38. im Sprint von Ruhpolding - Eckhoff siegt

Der letzte Schuss verdirbt die Freude bei Horchlers Weltcup-Rückkehr

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Nur den letzten „verballert“: Karolin Horchler durfte mit ihrem Weltcup-Comeback zufrieden sein. 

Mit der besten Einzelplatzierung des Winters ist die Rückkehr von Karolin Horchler in den Biathlon-Weltcup zu Ende gegangen. Die Upländerin kam am Mittwoch beim Sprint in ihrer Wahlheimat Ruhpolding unter die besten 40.

Ruhpolding – Es ging sehr gut los. Fünf tadellose Schüsse im Liegendanschlag beförderten Karolin Horchler (Startnummer 89) mit 20 Sekunden Rückstand auf Rang 21 nach Teil eins. Und in der Loipe war die 30-Jährige nicht mehr so weit hinten dran wie im alten Jahr. Als sie zum zweiten Mal den Schießstand erreichte, war ein Top-20-Platz sogar noch drin. Horchler traf stehend viermal, dann verzog sie sichtbar das Gesicht - der letzte Schuss ging daneben. Was für ein Pech.

„Ja, das war so ärgerlich mit dem letzten Schuss. Da wäre so viel drin gewesen“, sagte Horchler gegenüber der WLZ. Dennoch sei sie ansonsten zufrieden gewesen.

Auf der Schlussrunde musste die Athletin des WSV Clausthal-Zellerfeldanerkennen, dass einige aus der Weltspitze läuferisch mehr zu bieten haben. Mit fast zwei Minuten Rückstand (1:57) stand zunächst Rang 36 zu Buche, am Ende war es Platz 38. 

Ohne die Fahrkarte wäre ein Top25-Platz drin gewesen, doch auch so war es für die Upländerin eine Weltcup-Rückkehr, bei der sie sich empfohlen hat – vielleicht ja auch für die Staffel am Freitag. Auf jeden Fall landete sie gestern vor Maren Hammerschmidt (43.) und Janina Hettich (45.).

Eckhoff trägt jetzt Gelb

Die Siegerin hatte gleich doppelten Grund zur Freude: Tiril Eckhoff gewann nicht nur den Sprint, sondern übernahm auch das Gelbe Trikot der Führenden im GesamtWeltcup von Dorothea Wierer (Italien). Die Norwegerin traf alle zehn Scheiben und zeigte mit 18:55 Minuten über die 7,5 Kilometer auch ihre läuferische Klasse. Die Schwedin Hanna Öberg (29,7 Sekunden) und Wierer (36,7), beide fehlerfrei, lagen schon ein Stückchen zurück.

Beste Deutsche war Vanessa Hinz. Die 27-Jährige blieb beim Schießen fehlerfrei und lag als Achte 1:03,2 Minuten zurück. Die nach ihrer Erkrankung zurückgekehrte Franziska Preuß wurde 14., Denise Herrmann nach zweitbester Laufzeit, aber drei „Fahrkarten“19.  schä/dpa

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