Nach Platz zwei im zweiten Sprint des IBU-Cups reist Sportlerin des SC Willingen von Schweden nach Slowenien

Nadine Horchler löst Fahrkarte für Biathlon-Weltcup 

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Als Zweite im Ziel und damit Nachrückerin für  das Weltcup-Team: Nadine Horchler.

Willingen/Idre. Schwach gestartet, stark gefinished: Nadine Horchler hat im zweiten Sprint des IBU-Cups in Idre den zweiten Platz belegt. Danach wurde die Sportlerin des SC Willingen für den ersten Biathlon-Weltcup nominiert.

Zum Auftakt war es am Donnerstag nicht ganz nach Wunsch gelaufen, als 14. war sie hinter Anna Weidel (10.) immerhin noch zweitbeste Deutsche. Weil Laura Dahlmeier noch nicht wieder richtig fit ist, rücken für den Weltcup in Pokljuka die zwei besten Athletinnen der zwei Sprints von Idre nach. 

Nach 7,5 Kilometern und drei Schießfehlern hatte Horchler einen Rückstand von 1:37 Minuten auf die fehlerfreie Siegerin Ingela Andersson aus Schweden. „Läuferisch bin ich echt zufrieden, es geht einen ganz schönen Schritt nach vorn“, waren für die 32-jährige Ottlarerin die drei Strafrunden ein zu großer Rucksack gewesen. 

Nach erstem Schießen nur 29.

Der Beginn des Sprints am Samstag war auch nicht nach dem Geschmack von Horchler. Sie war etwas verhalten angegangen und kam mit der zwölften Zeit, 11,8 Sekunden hinter der späteren Siegerin Elisabeth Högberg, zum ersten Schießen. Als da eine Scheibe schwarz blieb, stand für die SCW-Sportlerin nur der 29. Platz, 49,2 Sekunden zurück und nur viertbeste Deutsche. 

Ein fehlerfreier Auftritt im Stehendanschlag katapultierte Horchler aber bis auf Platz vier vor. Zwar lag sie 42,8 Sekunden hinter Högberg, aber nur 1,8 Sekunden hinter ihre Teamkollegin Luise Kummer und 2,2 vor Anna Weidel. Auf der Schlussrunde packte die Sportsoldatin aus Mittenwald aber ihr Kämpferherz und den Turbo aus, "da habe ich noch mal richtig Gas gegeben".

Turbo auf der Schlussrunde

Im Ziel war am Erfolg von Högberg (23:13,3/1) zwar nicht zu rütteln. Aber als Zweite mit 45,9 Sekunden Rückstand hatte Horchler der Ukrainerin Nadiia Bielkina (53,2 zur./0), die nach dem Stehendschießen noch 17 Sekunden Vorsprung hatte, sowie ihren Konkurrentinnen um die Weltcup-Plätze, Luise Kummer (5./1:02,3/1) und die fehlerfreie Anna Weidel (11./1:11,1), keine Chance gelassen.

"Damit habe ich die Fahrkarte für Pokljuka gelöst", jubelte Horchler. Damit wird sie nicht in der Verfolgung am Sonntag starten, sondern von Schweden nach München fliegen und von da weiter mit dem Auto nach Slowenien.

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