Weltcup-Massenstart in Ruhpolding: Ottlarerin mit einem Schießfehler auf Platz 22

Karolin Horchler treffsicher, aber nicht schnell genug

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Starke Schützin, aber Nachholbedarf in der Loipe: Karolin Horchler.

Ruhpolding. Stark geschossen, zu langsam gelaufen: Karolin Horchler musste sich im Massenstart zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding mit Rang 22 benügen.

Der Rückstand der 29-jährigen Ottlarerin auf die fehlerfreie Teamkollegin Franziska Preuß betrug trotz nur einer Strafrunde 1:29,1 Minuten.

Preuß kam nach ihrem ersten Weltcupsieg aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus, Biathlon-Star Laura Dahlmeier steht dagegen nach ihrem letzten Platz mit sechs „Fahrkarten“ noch ein beschwerlicher Weg bis zur WM im März bevor. „Es ist ein wahnsinnig geiles Gefühl, hier in meinem Wohnzimmer ganz oben zu stehen. Und das mit einem perfekten Rennen. Das ist echt cool“, sagte die 24-jährige Preuß.

Nach vier fehlerfreien Schießeinlagen rang Preuß im Hexenkessel der mit 24 000 Zuschauern gefüllten Chiemgau Arena auf der Zielgeraden die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold um 0,2 Sekunden nieder. Denise Herrmann knackte als Zwölfte endlich die WM-Norm.

Die hatte Horchler bereits in der Tasche, als sie mit der Startnummer 30 ins Rennen ging. Mit ihrer roten Mütze hielt sie sich auch am Ende des Feldes, um dann nach fehlerfreien erstem Schießen als 16. und nur 13,8 Sekunden Rückstand wieder auf die Strecke zu gehen. Die eine Strafrunde beim zweiten Zwischenstopp ließ die Sportsoldatin auf Rang 23 abrutschen. „Die haben die Schüsse neben mir ganz schön rausgeballert, da verliere ich dann schon richtig viel“, erklärte die Sportlerin des WSV Clausthal-Zellerfeld. „Und läuferisch habe ich versucht mitzuhalten, aber im Massenstart geht ganz schön die Post ab“, büßte sie auf der Schlussrunde noch drei Ränge ein. „Es war ein solides Rennen von mir“, will Horchler bereits auf der nächsten Weltcup-Station in Antholz wieder angreifen.

Beim dritten Platz des deutschen Staffel-Quartetts hatte Horchler am Samstag in ihrer Wahlheimat zuschauen müssen.

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