Saisonfinale der Biathleten in Tjumen: Nadine Horchler nur auf dem 39. Platz

Karolin Horchler überzeugt als Elfte im Weltcup-Sprint

Stark am Schießstand, solide in der Loipe: Karolin Horchler sprintet bei ihrem Weltcup-Comeback auf Anhieb auf den elften Platz. Foto: imago

Tjumen/Willingen. Fast vier Monate musste sie auf die Rückkehr in den Biathlon-Weltcup warten. Und diesmal nutzte sie ihre Chance: Karolin Horchler beendete den Sprint in Tjumen als Elfte und damit war sie hinter Laura Dahlmeier (6.) zweitbeste Deutsche.

Ihre Schwester Nadine musste sich mit Platz 39 benügen, qualifizierte sich damit aber für die heutige Verfolgung (15 Uhr).

Anfang Dezember in Hochfilzen hatte Karolin sich im Sprint von Hochfilzen noch mit dem 43. Rang begnügen müssen. Auch das Vorkämpfen in der Verfolgung bis auf 32 nutzte nichts, die 28-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld musste zurück in die zweite Liga. Als Gesamtsiegerin des IBU-Cups kehrte sie nun zurück.

Dickes Lob von Sven Fischer

Gleich als vierte Läuferin musste die Ottlarerin gestern bei minus sieben Grad und leichtem Schneefall vorlegen. Im Liegen und im Stehen räumte sie in 31 Sekunden jeweils alle fünf Scheiben ab und machte sich auf die Schlussrunde. „Ein super Rennen“, freute sie sich. „Sie kann stolz auf sich sein“, würdigte auch TV-Experte Sven Fischer die Vorstellung der Sportsoldatin. Es hätte sogar noch besser laufen können, denn von ihrem Rang elf bis acht waren es nur hauchdünne 1,8 Sekunden. „Klar, das war knapp“, meinte Karolin, „aber ich freue mich auch so einfach riesig“.

Nicht zufrieden konnte Nadine Horchler sein. Schon bei der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 1,9 hatte sie mit der fünftletzten Startnummer 72 ins Rennen gegangen 21 Sekunden Rückstand. „Ich bin von Anfang an nicht in Schwung gekommen“, sagte die Sportlerin des SC Willingen, die vor zwei Jahren an gleicher Stelle Europameisterin über die 7,5 Kilometer geworden war. Im Liegen traf sie alle fünf Scheiben und war als 22. da noch gut dabei.

Läuferisch nicht in Schwung

Mit der Strafrunde nach dem Stehendschießen rutschte sie weit nach hinten. „Auf der letzten Runde war ich dann ganz allein“, erklärte die 31-jährige Sportsoldatin, „das war bei dem leichten Schneefall dann auch nicht unbedingt von Vorteil“. So lag sie schließlich 1:59,6 Minuten hinter Siegerin Darya Domracheva (21:42,8/0). Und 0,2 Sekunden hinter der Winterbergerin Maren Hammerschmidt, die drei „Fahrkarten“, gelöst hatte. Zweite mit nur 1,2 Sekunden Rückstand wurde die ebenfalls fehlerfreie Finnin Kaisa Mäkäräinen vor der Norwegerin Tiril Eckhoff (33,3 Sek. zur./1).

Nadine Horchler war aber froh, wieder einmal im Weltcup gestartet zu sein. „Und jetzt freue ich mich auf die Verfolgung.“ Das gilt freilich noch mehr für ihre Schwester Karolin. „Ich will noch ein gutes Rennen abliefern.“

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