Biathlon-Weltcup Kanada: Ottlarerin im Einzel nur auf Rang 57

Biathlon: Bittere Stunde für Karolin Horchler im kalten Kanada

Schwarzer Tag: Nach Platz 57 im Einzel verlor Karolin Horchler beim Weltcup in Kanada auch ihren Staffelplatz. Foto: dpa

*** Aktualisiert *** Canmore – Es war nicht nur bitterkalt im kanadischen Canmore, sondern auch eine bittere Stunde für Karolin Horchler. Dafür glänzte am Freitag die deutsche Staffel.

Die gebürtige Ottlarerin Karo Horchler kam im Biathlon-Weltcup beim auf 12,5 Kilometer verkürzten Einzelrennen nur auf den 57 Platz. Sie leistete sich vier Schießfehler und kam 5:32,4 Minuten nach der norwegischen Siegerin Tiril Eckhoff (36:32,9 Minuten /ein Schießfehler) ins Ziel. 

Rang zwei ging an die fehlerfreie Tschechin Marketa Davidova (9,8 Sekunden zurück) vor der Italienerin Lisa Vittozzi (0/20,9).

Beste deutsche Starterin war Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) auf Rang vier. Sie blieb beim Schießen ohne Fehler und ihr fehlten 47,8 Sekunden auf die Siegerin. Zweitbeste DSV-Athletin war Vanessa Hinz (1:18,5/einen Schießfehler) als Sechste.

Laura Dahlmeier (Partenkirchen) leistete sich zwei Fehler am Schießstand und wurde Neunte. Für die siebenmalige Weltmeisterin sind die Rennen in Kanada bereits die Generalprobe für die WM in Östersund/Schweden (7. bis 17. März), da sie den Weltcup in Soldier Hollow/USA in der kommenden Woche auslässt. Auch Denise Herrmann (Oberwiesenthal/14.) und Franziska Preuß (Haag/18.) liefen in die Top-20.

Mit diesem schlechten Ergebnis verlor Karolin Horchler auch ihren Staffelplatz. Die deutsche Mannschaft ging am späten Freitagabend (deutscher Zeit) mit Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und der Schlussläuferin Laura Dahlmeier in die Loipe und legte einen sehr guten Auftritt hin.

Stets unter den Top 3 liegend, lag Deutschland nach Hermanns Klasserennen erstmals vorn, Dahlmeier gab die Spitze trotz Problemen am Schießstand bei starkem Wind (die aber alle hatten) nicht mehr ab. Zweiter wurde Norwegen, vor Frankreich.

Die Veranstalter hatten im Einzel die Distanz wegen der niedrigen Temperaturen ( bis zu minus 14 Grad) auf 12,5 Kilometer verkürzt, zudem zog ein Fehlschuss eine Strafe von 45 Sekunden statt der üblichen Minute nach sich. 

Nach den Wettkampfregeln des Weltverbandes IBU sind bei Lufttemperaturen von unter minus 20 Grad keine Weltcup-Starts erlaubt.

Bei der Damenstaffel herrschten minus 18 Grad, aber die IBU entschloss sich dennoch, das Rennen durchzuziehen, was bei vielen auf Kritik stieß.

Am heutigen Samstag (vorverlegt von Sonntag) sollen für Männer und Frauen Sprintrennen ausgetragen werden; anstelle der eigentlich angesetzten Massenstarts.

Gut möglich aber, dass angesichts der vorhergesagten Temperaturen von bis zu minus 35 Grad keine Rennen über die Bühne gehen. (dpa/red)

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