Erfreute Upländerin offiziell nominiert für Antholz

Biathlon-WM: Karolin Horchler ist erneut dabei

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Zurück nach Antholz: Im Januar 2019 startete Karolin Horchler dort im Weltcup und verbuchte dort im Massenstart als Achte das beste Saisonergebnis - gutes Omen für die WM ab 13. Februar in Südtirol?

Riesenfreude bei Biathletin Karolin Horchler: Die Upländerin ist bei der WM in Antholz dabei. Und diesmal darf sie auch starten.

Ruhpolding/Antholz– Schwierig lief teilweise die Saison von Biathletin Karolin Horchler. Doch nun steuert alles auf ein Happy end hin: Die 30-Jährige Upländerin steht – wie von Experten erwartet – im Aufgebot der deutschen Mannschaft für die Weltmeisterschaft (13- bis 23. Februar) in Antholz.

Am Sonntag beginnt in Südtirol die unmittelbare Vorbereitung auf die Wettkämpfe in 1600 Metern Höhe; an diese gilt es, sich anzupassen.

Sie selbst wisse es schon ein paar Tage länger, verriet die erfreute Horchler im Gespräch mit der WLZ. Am Mittwoch vermeldete es der Deutsche Skiverband (DSV) offiziell: Horchler ist eine von fünf deutschen WM-Fahrerinnen. Wie schon im vergangenen Jahr ist sie auf den WM-Zug aufgesprungen – doch diesmal ist doch vieles anders.

Denn in der Saison 2018/19 war Horchler durch gute Leistungen im Weltcup schon vorab qualifiziert, weil sie die erforderliche DSV-Norm (zweimal unter den besten 15 oder einmal beste Acht) erfüllte. Einen WM-Start hatte ihr das aber nicht automatisch eingebracht. Denn insgesamt waren sechs Athletinnen nominiert, und die aus Ottlar stammende Wahl-Ruhpoldingerin kam über die Rolle der (nicht eingesetzten) Ersatzfrau nicht hinaus.

Horchler: Zweite Bewährungschance genutzt

In diesem Winter stand eine Nominierung lange in den Sternen, aber dafür ist trotz unerfüllter Norm ein Start garantiert, wenn Horchler gesund bleibt. Zwar stand die Läuferin des WSV Clausthal-Zellerfeld zu Saisonbeginn im Weltcup-Team, doch nach zwei Stationen ohne Top 40-Ergebnisse wurde sie vom Trainerstab wieder in den IBU-Cup beordert. „Das war enttäuschend. Aber ich wusste, dass die Tür nie zu ist und ich im Weltcup wieder eine Bewährungschance bekommen, wenn ich Leistung bringe“, sagte Horchler gestern.

Im neuen Jahr kam die Bewährungschance, und dieser Teil der Saison lief um einiges besser: Horchler verbesserte ihre Platzierungen in den Einzelrennen und überzeugte vor allem bei ihren drei Staffeleinsätzen als zuverlässige Athletin ohne Patzer. So machte sie sich berechtigte Hoffnungen, zur WM mitzufahren, auch ohne die DSV-Norm erreicht zu haben (siehe Artikel unten). „Ich habe mich nicht sonderlich verrückt gemacht. Es ist ja nur eine interne Norm“, so Horchler. Der Verband würde aber wohl einen Startplatz nicht ungenutzt lassen, war sie sich sicher.

Und so kam es denn auch. Nicht nur Karo Horchler bezieht Quartier in Südtirol, sondern auch Nachwuchsläuferin Janina Hettich, die ebenfalls die internen Vorgaben nicht erfüllt hat.

Horchler: "Die Medaille ist natürlich der große Traum"

Trotz starker Staffel-Auftritte: Eine Startgarantie in der Staffel hat Karo Horchler nicht. „Das wird alles immer erst vor Ort entschieden, meist am Tag vor dem Rennen“, weiß die erfahrene Athletin, die aber im Sprint auf jeden Fall ran darf. Deutschland hat fünf Startplätze – und eben auch „nur“ fünf Aktive.

Zu den Zielen muss man Horchler nicht lange befragen. Die 30-Jährige weiß, dass in der Staffel am meisten drin ist: „Wenn jede ihr Ding macht, können wir ums Podium mitkämpfen. Eine Medaille ist natürlich mein großer Traum.“

Frauen: Denise Herrmann (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal), Janina Hettich (SC Schönwald), Vanessa Hinz (SC Schliersee), Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld), Franziska Preuß (SC Haag) Männer: Benedikt Doll (SZ Breitnau), Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain), Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl), Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain), Philipp Nawrath (SK Nesselwang), Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld).

Insgesamt nominierte der Verband fünf Frauen um Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann und Franziska Preuß sowie sechs Männer um Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer und Benedikt Doll für die WM. In Horchlwer, Hettich und Erik Lesser wurden erstmals seit langem gleich drei Aktive ohne die offizielle interne sportliche Qualifikation nominiert. 

Das deutsche Aufgebot für Antholz 

Frauen: Denise Herrmann (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal), Janina Hettich (SC Schönwald), Vanessa Hinz (SC Schliersee), Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld), Franziska Preuß (SC Haag)

Männer: Benedikt Doll (SZ Breitnau), Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain), Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl), Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain), Philipp Nawrath (SK Nesselwang), Arnd Peiffer (schä)

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