Gute Ausgangslage in der Oberliga für das "Finale dahoam"

Langen Atem bewiesen: Arolser Bogenteam Zweiter

+
Talente, Erfahrung und Ausdauer: Das Bogenteam Arolsen II mit (v. links) Laura Kluß, Lucas Kunz, Sebastian Meier, Nina Häntsch, Susanne Häntsch, Achim Nikolaiczek, Colin Figge und Oliver Schwich. 

Bad Arolsen. Deutlich mehr gewonnen als verloren – für die zweite Mannschaft des SV Arolsen hat die Saison in der Oberliga der Recurvebogenschützen sehr zufriedenstellend begonnen.

Nach den ersten beiden Wettkampftagen liegen die „All Blacks“ mit 20:8 Punkten auf Platz zwei unter acht Mannschaften.

Für einige Arolser war der Saisoneinstand eine doppelte Premiere. Denn von den sieben Schützen, die Coach Susanne Hänsch beim kombinierten ersten und zweiten Wettkampftag in Laufdorf mit an Bord hatte, waren neben den beiden Regionalligareservisten Achim Nikolaiczek und Oliver Schwich und den Vorjahres-Oberligaschützen Nina Häntsch und Sebastian Meier auch drei Talente aus der eigenen Jugend: Für Laura Kluß, Lucas Kunz und Colin Figge war es der erste Auftritt in einem Ligawettkampf. „Unser Ziel war es, eine gute Platzierung für den Saisonabschluss zu erkämpfen und unsere Nachwuchsschützen an das Liga-System heranzuführen“, sagte Trainerin Hänsch.

Nina Häntsch, Oliver Schwich und Achim Nikolaiczek siegten zum Auftakt mit 6:2 gegen den SV Gießen, Absteiger aus der Hessenliga, der in der Minimalbesetzung von drei Schützen angereist war. Das Match gegen den Gastgeber und Aufsteiger aus Niederwetz war eines auf Augenhöhe, ging knapp mit 4:6 verloren. Doch das beeindruckte die Arolser nicht; sie ließen ein 6:0 gegen den zweiten Aufsteiger BC Pfeil Treysa folgen.

Rotation nach der Pause

Nach der Pause rotierten die Nordwaldecker: Für Schwich kam Laura Kluß zu ihrem Debüt; sie zeigte über den ganzen Tag eine starke und abgeklärte Leistung auf hohem Niveau. Die ersten Punkte nach der Pause gingen aber an Baunatal; der Nachbar hatte sich 6:4 gegen Arolsen durchgesetzt.

Auf und Ab ging es weiter für den SVA: Mit Nina Häntsch anstelle von Sebastian Meier gelang gegen GW Kassel ein schneller 6:0-Sieg. Es folgte – nun wieder mit Schwich, während Nikolaiczek pausierte – ein unnötiges 4:6 gegen den SV Herbornseelbach, der am Ende von Tag eins Tabellenführer sein würde. Arolsen führte bereits mit 4:0, wurde aber dann nervös und ließ sich die Punkte noch abjagen. Um noch eine positive Bilanz zu haben, kam Nikolaiczek (für Meier) gegen Laufdorf III im letzten Match zurück und half mit beim 6:0-Erfolg.

Zusammengefasst war der erste Wettkampftag ein Wechselbad der Gefühle für die „All Blacks“ – auf jeden Sieg folgte eine hart umkämpfte Niederlage.

Zweiter Durchgang fast optimal

"Es war ein durchwachsener Start. Aber wir wissen, dass wir noch viel Potenzial haben“, sagte Susanne Hänsch nach Teil eins. Und Arolsens Trainerin sollte Recht behalten. Im zweiten „Wettkampftag“ – der nach einer knapp einstündigen Pause folgte – drehten die SVA-Bogenschützen auf. Schwich, Kluß, Nikolaiczek revanchierten sich gegen Niederwetz mit einem 6:2, und gegen Baunatal mit einem klaren 6:0. Nur gegen Treysa (2:6) gab es einen Dämpfer – wieder 4:2 Punkte zur Pause. Danach bewiesen die Arolser langen Atem. Zwei glatte 6:0-Siege gegen Herbornseelbach und Gießen beeindruckten die Konkurrenz. 

Coach Häntsch nutzte erneut die Breite ihres Kaders, am guten Abschneiden änderte dies nichts. Es folgte ein 6:2 gegen Kassel, ehe im letzten Match Nina Häntsch, Laura Kluß und Achim Nikolaiczek die finalen Matchpunkte gegen den BSC Laufdorf III gelangen (6:0). Nikolaiczek hatte alle sieben Matches bestritten und schloss den letzten Satz mit einem perfekten Ergebnis von 20 Ringen ab. 

12 von 14 Punkten – am Ende des Tages war die zweite Mannschaft des SV Arolsen dank ihrer Erfahrung und Ausdauer auf Tabellenplatz zwei geklettert. Nur der BC Pfeil Treysa (22:6) hat noch zwei Punkte mehr auf dem Konto. Es bleibt aber auch nach hinten eng. Die Entscheidung fällt am 3. Februar beim Heimspiel in der Großsporthalle in Arolsen. (r/schä)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare