Bogenschießen: Arolser Ehepaar im dreifachen Wettkampfstress  

Petra Heimbeck holt mit Team DM-Silber

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Ein Erlebnis: Petra und Jan Heimbeck (SV Arolsen) bei der 1. Weltmeisterschaft der Masterklassen im Bogenschießen in Lausanne.

Bad Arolsen. Drei Tage, drei Wettbewerbe – dieser Herausforderung haben sich die Bogenschützen Petra und Jan Heimbeck vom SV Arolsen gestellt. Mit dem größten Erfolg für sie.

Petra Heimbeck holte sich gemeinsam mit Gabriele Köhler und Otgontschimeg Meissner bei den deutschen Meisterschaften in Wiesbaden die Silbermedaillen im Teamwettbewerb der Damen-Mastersklasse. An den zwei Tagen zuvor waren sie und ihr Mann bei der ersten Masters Championship des Weltverbands in Lausanne gestartet.

Bei der Premiere der Senioren-Weltmeisterschaft für Bogenschützen über 40 (World Archery Masters Championship) mit vielen ehemaligen Olympiateilnehmern und offiziellen Masterklassen-Nationalteams hatten beide Arolser beim Wettbewerb im Freien die Finalrunden erreicht. Jan Heimbeck wurden beim Schießen auf 60 Meter 16. der Qualifikation, seine Frau landete auf Platz 31.

An Amerikanerin gescheitert

 Die 51-Jährige startete in die K.o.-Runde mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Nordhessen-Duell gegen Simone Creutzburg vom SV Böddiger. Die Arolserin gewann nach 24, 27 und 23 Ringen glatt mit 6:0. Am Ende zu stark war dann die Zweite der Vorrunde, die US-Amerikanerin Tatjana Muntyan.

Heimbeck schlug sich allerdings gut. Nachdem sie die ersten beiden Sätze mit 23:24 und 25:27 jeweils knapp verloren hatte, gewann sie den dritten mit 27:26. Die folgende 18:29-Niederlage bedeutete allerdings das Aus, Heimbeck wurde 17. in der Endabrechnung.

Mit 29 Ringen verloren

Die gleiche Platzierung erreichte in seiner Klasse Jan Heimbeck. Nach einem Freilos bezwang er in der zweiten K.o.-Runde Daniel Gustavo Alvarez aus Argentinien mit 6:0. Deutlich stärker sein nächster Gegner Moisés Guimarães: Der Brasilianer holte sich mit 28:27 die ersten beiden Satzpunkte und nach einem Remis (23:23) auch die nächsten beiden – nach einem Satz auf höchstem Niveau (30:29).

Deutscher Vizemeister im Teamwettbewerb der Damen: Gabriele Köhler, Petra Heimbeck und Otgontschimeg Meissner vom SV Arolsen mit der Silbermedaille. Fotos: Heimbeck/pr

Heimbeck konterte zwar vierten Satz (28:27), 25 Ringe im fünften Durchgang waren aber zu wenig, Guimarães traf 27 und holte sich das Match mit 5:3.

Beim Wettkampf in der Halle (2 x 30 Pfeile auf je 25 und 18 Meter) erreichte Petra Heimbeck mit insgesamt 1020 Ringen den 18. Rang. Jan Heimbeck bewahrte sich seine gute Performance vom ersten Tag, er wurde mit 1099 Ringen Zehnter. Beide Residenzstädter werteten das Abschneiden als großen Erfolg in ihrer sportliche Laufbahn.

Rolle als DM-Mitfavorit bravourös erfüllt

Bei den „Deutschen“ war das Arolser Trio als Mitfavorit mit dem Recurvebogen beim Höhepunkt der Saison angetreten. Es wurde dieser Rolle bei schwierigen äußeren Bedingungen (Hitze, böiger Wind) gerecht. Mit 1672 Ringen belegte das Team mit nur 25 Ringen Rückstand auf Sieger SV Jerersdorf Platz zwei.

Jan Heimbeck trat für den BSC Treysa an und erreichte am Ende einer strapaziösen Woche mit 612 Ringen Platz 18 im Masters-Einzel. Im Team des BC Pfeil Treysa belegte er geneinsam mit Oliver Huber und Uwe Töpperwein in einem spannenden Wettkampf Rang sechs mit 1734 Ringen. Mur sieben Ringe fehlte dem Trio zur Bronzemedaille. (jah)

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