Sarah Schneider bleibt bei U-20-EM ohne Medaille, verdient sich aber Respekt

Breakchancen nicht genutzt

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Fünf Siege, eine Niederlage – und trotzdem nicht mehr als Platz fünf: Sarah Schneider (Archivfoto) holte bei der U20-EM keine Medaille, verdiente sich aber neuen Respekt. Archivfoto: Schäfer

Frankenberg - Die Hoffnung auf eine Medaille zum Saisonabschluss hat sich für Sarah Schneider nicht erfüllt. Sie musste sich mit Platz fünf begnügen.

Die Beachvolleyballerin vom TSV Frankenberg und ihre Partnerin Nadja Glenzke (Beachvolleys Grimma) scheiterten bei der U20-Europameisterschaft im italienischen Cesenatico unglücklich im Viertelfinale.

In der Vorrunde hatten Glenzke/Schneider gegen Teams aus der Schweiz, Griechenland und Italien sicher mit jeweils 2:0 gewonnen. In die K.o.Runde starteten sie mit einem sicheren 2:0-Sieg (21:18, 21:18) gegen die Niederländerinnen Stubbe/Rekar. In der nächsten Runde warteten die Strauss-Schwestern Nadine und Teresa aus Österreich. Nach 46 Minuten Spielzeit und einer knappen 1:2 -Niederlage (18:21, 21:17, 12:15) musste das deutsche Duo in die Verliererrunde.

„Die Österreicherinnen waren eingespielter und haben in den entscheidenden Momenten deutlich abgezockter reagiert. Wir hatten viele Breakchancen, die wir aber leider nicht nutzen konnten“, kommentierte Bundestrainer Elmar Harbrecht die Niederlage. In der Verliererrunde dominierten seine Schützlinge klar mit jeweils 2:0 gegen Norwegen und die Ukraine. So hatten sie zwar nur ein Spiel verloren - gegen die späteren Vize-Europameisterinnen (Strauss/Strauss mussten sich mit 16:21 und 13:21 den Schweizerinnen Betschart/Eiholzer geschlagen geben) -, landete aber nur auf dem fünften Platz.

Coach Harbrecht lobte das Duo dennoch für sein Auftreten in der Verliererrunde. Sarah Schneider und Nadja Glenzkehätten „noch einmal eine Leistungssteigerung nachweisen können und zweimal mehr als verdient gewonnen. Damit haben sie viel für die Startplätze bei den Meisterschaften im nächsten Jahr getan. Sie haben sich den Respekt von uns verdient, wie professionell und engagiert sie heute gespielt haben.“

Sarah Schneider blickt überhaupt auf eine eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Zwei internationale Medaillen - Silber bei der U19-WM in Portugal und Bronze bei den Olympischen Jugendspielen in China - sind eine Ausbeute, die sich sehen lassen kann. Eine Medaille bei Olympischen Jugendspielen hatte bisher noch kein Sportler aus Waldeck-Frankenberg gewonnen.(ub)

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