Junioren-EM Bogenschießen

Bronze an Isabel Viehmeier

- Bad Wildungen/Winnenden (mas). Freude pur bei Isabel Viehmeier: Die Bogenschützin aus Bad Wildungen holte bei der Junioren-EM in Winnenden die Bronzemedaille mit dem Recurvebogen.

„Ein super Gefühl“, freute sie sich über den dritten Platz, den sie sich am Samstag in einem Duell mit der Spanierin Iria Grandal erkämpft hatte. Damit übertraf die 18-Jährige aus Bad Wildungen alle Erwartungen – vor allem ihre eigenen: „Eigentlich hatte ich mir einen Platz unter den ersten zehn vorgenommen.“ Nach der Qualifikation hatte Isabel zunächst ein Freilos und warf dann zwei Französinnen aus dem Wettbewerb (wir berichteten). Unter Druck geriet sie dann im Viertelfinale gegen die Polin Natalia Lesniak. „Da hatte ich teilweise mehr Glück als Verstand“, gibt die Vize-Weltmeisterin mit der Mannschaft zu. Die ersten beiden Durchgänge entschied sie für sich, dann vorlor sie, weil Lesniak mit drei Pfeilen 28 Ringe traf. Auch die folgende Passe gab sie ab, die entscheidende konnte sie aber mit 25:23 für sich entscheiden. „Ich habe immer schnell geschossen und ihr vorgelegt“, erklärt sie. So setzte sie ihre Gegnerin unter Zugzwang. „Sie hat dann Fehler gemacht und einmal nur sechs Ringe geschossen. Da konnte ich aufatmen.“ Im Halbfinale traf sie auf die spätere Goldmedaillengewinn Lidiia Sichenikova aus der Ukraine, die in der Qualifikation 30 Ringe besser war. Bundestrainer Viktor Bachmann habe sie aber ermuntert, „und ich habe es ihr ganz schön schwer gemacht“, erzählt Isabel. Dennoch: mit 24:27, 26:23, 28:28, 12:25 und 23:23 kam für sie das Aus. Am Samstag ging es dann noch mal um Bronze oder Blech: Gegen Iria Grandal sorgte sie mit der ersten Dreierserie für ein 29:26, verlor aber etwas den Faden und verlor die beiden kommenden Serien 27:28 und 24:27. Mit zwei 27er-Ergebnissen zum Abschluss machte Isabel dann aber alles klar und damit den größten Erfolg ihrer sportlichen Karriere perfekt. „Da bin ich stark gewesen, als es drauf ankam“, erklärt sie. Ihr Erfolgsrezept: „Ich habe gar nicht groß nachgedacht, sondern mich vor allem auf meine Technik konzentriert.“Danach gab es reichlich Glückwünsche von den mitgereisten Eltern, Freunden und Bekannten. Zum Feiern bleibt allerdings wenig Zeit: Erst schießt Isabel am kommenden Wochenende ein Ranglistenturnier, dann fliegt sie am 12. August zu den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur. Ihre Vorfreude ist groß: „Die Spiele gibt es zum allerersten Mal. Und ich bin gleich dabei.“

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