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Bundestrainer Schlickenrieder über Event in Willingen : „Das war ganz große Kunst“

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Von: Friederike Weiler

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Rollskirennen
Super besucht war das Rollskirennen am Samstag: Angefeuert vom Publikum läuft Jan Stölben (Ernstberg) vor dem späteren Sieger Thomas Bing den Anstieg vor der Uplandschule hoch. © Weiler

Ein ereignisreiches Skisport-Wochenende hat der SC Willingen als Ausrichter der Sommerleistungskontrolle der Langläufer erlebt. Nicht nur bei den Zuschauern und dem Ausrichter hinterließ die Veranstaltung einen bleibenden Eindruck.

Willingen – Viel Lob gab es nämlich auch von Seiten des Deutschen Skiverbandes (DSV) und der Athleten, die vom gebotenen Programm, der Stimmung und der Organisation begeistert waren. Allen voran Bundestrainer Peter Schlickenrieder.

„Das war eine ganz tolle Veranstaltung mit einem gewaltigen Organisationsteam, professioneller geht es nicht“, so der 52-jährige Bayer. „So viele Altersgruppen und Wettbewerbe, angefangen vom Athletiktest über den 3000-Meter-Lauf bis hin zu den beiden Rollskiwettkämpfen und knapp 200 Teilnehmer, das muss man erst einmal auf die Reihe kriegen. Daher: Hut ab, es ist toll, was der SC Willingen da auf die Beine gestellt hat. Und ganz nebenbei wurde auch noch ein tolles Mitmachprogramm für die Zuschauer geboten.“

Großes Lob für den Veranstalter gab es von Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder.
Großes Lob für den Veranstalter gab es von Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder. © Voigt/DSV

Denn egal ob auf der Mini-Sprungschanze, am Lasergewehr oder mit den Langlaufskiern auf einer Matte – alles konnte auf einer Eventfläche beim Willinger Kurgarten, direkt neben der Wettkampfstrecke, ausprobiert werden. Außerdem stand für die Jüngsten eine Hüpfburg parat.

„Und hinzu kam die gelungene Siegerehrung mit super Preisen am Abend, bei der ebenfalls viele Zuschauer dabei waren. Jeder Sportler geht hier mit einem dicken fetten Grinsen nach Hause. Das war ganz große Kunst“, sagte Schlickenrieder nach den zwei Wettkampftagen und ergänzte: „Es war einer der am besten organisiertesten Sommerwettkämpfe, die wir bisher gesehen haben und ich bin mir sicher, dass wir uns in Willingen wiedersehen werden.“

Auch von Seiten der Athleten gab es viele positive Rückmeldungen: „Ich bedanke mich bei allen, die hier mitgearbeitet haben, bei allen Ehrenamtlichen und ziehe meinen Hut, dass das so ein tolles Langlauffest geworden ist. Das tut unserer Sportart sehr gut, dass wir hier alle zusammen kommen, der Nachwuchs und die Topathleten“, sagte Olympiasiegerin Katharina Hennig, die ebenfalls von Willingen begeistert war.

Wettkampfchef Markus Hensel, der erstmals hauptverantwortlich eine so große Veranstaltung organisierte, gab das Lob direkt an die Helferschar weiter. „Den Langlauf in unserer Region Willingen/Sauerland publikumswirksam zu präsentieren, war unser Ziel. Wir können voll und ganz zufrieden sein, was die Helfer hier auf die Beine gestellt haben. Danke auch an die Gemeinde, die Uplandschule und die Sponsoren sowie den DSV für die gute Zusammenarbeit.“

Markus Hensel
Markus Hensel © Weiler

Die Mühen wurden belohnt, besonders der Rollskiwettkampf „Rund um den Sauerlandstern“ lockte unzählige Sportfans an die Strecke. Aber auch den sportlichen Wert der Sommerleistungskontrolle schätzte Schlickenrieder sehr positiv ein: „Wir haben in Willingen sehr gute Leistungen gesehen und es ist schön, dass so motivierte Athleten dabei sind. Wir sind derzeit in einer wichtigen Trainingsphase, und die Sportler hatten ein volles Programm. Willingen war eine sehr gute Ortsbestimmung. Die Wettkämpfe haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Im Sommer werden die Langläufer gemacht, da muss ich wissen, wo ich stehe“, sagte Schlickenrieder und fügte an: „Daher macht es Sinn, sich im Sommer zu vergleichen, um zu wissen, was man in den nächsten Monaten noch tun muss.“

Etwas Potenzial sah Peter Schlickenrieder noch auf Seiten des DSV. „Wir müssen uns da noch etwas organisierter miteinbringen. Wenn wir ein neues Wettkampfformat wie das Eliminator-Rennen einführen, dann muss es von uns eine bessere Einweisung in die Abläufe geben, damit jeder genau weiß, was er zu tun hat“, so der Coach.

„Das Rennen hat einmal mehr gezeigt, dass es Sinn macht, neue Dinge auszuprobieren, weil unser Sport einfach ein riesen Potenzial hat. Mir geht’s darum, viele Menschen zu begeistern und Kinder zu erreichen, die sagen, ich will das auch machen, ich will dabei sein. Und da war Willingen beste Werbung.“ (frk)

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