300 Athleten trotz den schlechten Wetterbedingungen

Unterkühlter Sieger beim Burgwald-Duathlon

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Dick eingepackt: Ohne das Schwimmen musste der Triathlon in Bottendorf auskommen. Den Massenstart gab es dafür beim Laufen – hier das Feld der Frauen mit der späteren Siegerin Birgit Jüngst-Dauber (vorne links). 

Bottendorf – Es war Glück im Unglück, aber doch einfach auch großes Pech: Kühle Witterung und ein verregneter Tag spielten dem TSV Bottendorf bei der Ausrichtung seines 11. Burgwald-Triathlons übel mit.

Sportlich konnte sich das Event dennoch sehen lassen, das offenbar weiterhin beliebt ist: Mehr als 300 Athleten starteten trotz der Wetterkapriolen. Beim Staffelwettbewerb waren allerdings nur zwei Teams angetreten.

Aus Tria- war schon im Vorfeld ein Duathlon geworden, nachdem der Wolkersdorfer Teich nicht die vorgeschriebenen mindestens 14 Grad Wassertemperatur aufwies. Und auch am Samstag meinte es der Wettergott nicht gut mit den Bottendorfern: Es regnete den ganzen Tag über.

Schade war allerdings, dass nur wenige Zuschauer zum Anfeuern an die Strecke kamen, die Sportler und der TSV Bottendorf hätten für ihre Arbeit und Mühe mehr Besucher verdient gehabt.

Schumann und Waldeck vorne dabei

Fünf Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren und erneut fünf Kilometer Laufen hießen die Aufgaben für die Duathleten, die sich nicht unterkriegen ließen. Gleichwohl machte ihnen die Witterung zu schaffen. „Das Rennen lief trotz des Sieges nicht gut für mich. Das lag allein an der Kälte“, sagte Maurice Herwig vom KSV Baunatal, der nach dem Zieleinlauf wegen Unterkühlung von den Sanitätern versorgt werden musste. Aufgrund seiner Laufstärke hatte Herwig schon in der Auftaktdisziplin den Grundstein zum Triumph.

Nass und rutschig waren die Straßen nicht nur wie hier in der Ortsdurchfahrt von Bottendorf. Die Radstrecke war deshalb eine Herausforderung für die Athleten.

Ernsthafte Schäden trug er nicht davon und konnte sich doch auch über seinen Sieg freuen, zumal er mit der Zeit von 57:50 Minuten unter anderem Hendrik Becker vom Team Recoflow hinter sich gelassen hatte. Der 39-jährige Wahl-Braunschweiger, Ende April Vierter bei der Duathlon-WM und 2014 Sieger in Bottendorf, wurde nach 58:38 Minuten Dritter, hinter Daniel Mittelbach (Tri Team Hagen), der nur 14 Sekunden hinter Herwig über die Ziellinie lief.

Jens Schumann (Triathlon Waldeck; 1:04:10) und Markus Waldeck (VfL Bad Arolsen; 1:04:21) auf den Rängen sieben und acht waren die besten Athleten aus dem Waldecker Land.

Gesamt-22. wurde Oliver Klausen (VfL Bad Arolsen) . Seine Zeit von 1:10:51 Stunden reichte aber zum Altersklassensieg in der M 45. Stephan Bremmer (Eintracht Waldeck, 1:12,28) wurde Dritter in dieser Altersklasse.

Birgit Jüngst-Dauber siegt bei den Frauen

Bei den Damen blieb der Sieg in Waldeck-Frankenberg. Birgit Jüngst-Dauber aus Hatzfeld, die für den VfL Marburg startete, gewann in 1:11:05 Stunden vor Franziska Espeter (TV Laasphe; 1:11:19). Hinter Naomi Bitter vom gastgebenden TSV Bottendorf wurde Fabienne Peters vom TSV Twiste Gesamt-Neunte der Frauen (1:25,22) und Zweite in ihrer Altersklasse, der W25.

Die Korbacher Christa Emden (W 55/1:31,37) und Manfred Stöhr (M 65/1:35,10) gewannen ihre Altersklassen, allerdings ohne Konkurrenz.

Der Wettkampf in Bottendorf zählte auch wieder für die Hessenliga-Teams. Nach Bike&Run am Vormittag hatten sie nachmittags im Jagdstart Teil zwei des Rennens zu absolvieren, auf den einige aber aufgrund der Kälte verzichteten. Im Anschluss folgte der Wettkampf für Jedermann.

Zufrieden zeigte sich Fabian Glaßl als Chef des Organisations-Teams. „Wir haben den Tag gut über die Bühne gebracht. Alle Teilnehmer sind verletzungsfrei von der Strecke zurückgekommen, das ist das Wichtigste“, sagte der Bottendorfer. „Gerade beim Radfahren waren die Bedingungen durch den Regen sehr schwierig.

Dank sprach er nicht nur Athleten und Helfern aus, sondern auch Polizei, Feuerwehr und DRK Frankenberg aus, die unter anderem beim Absperren der Radstrecke halfen, sowie den Anwohnern.  (mp/schä/red)

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