Dritte mit Bestleistung beim Meeting in Götzis 

Carolin Schäfer für  Olympia qualifiziert

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Kampf um jeden Zentimeter: Carolin Schäfer beim Speerwurf in Götzis. 

Götzis. Siebenkämpferin Carolin Schäfer hat als Dritte beim Mehrkampfmeeting in Götzis/Österreich die Olympia-Norm geknackt. Die 24-Jährige vom TV Friedrichstein kam am Sonntag auf zuvor nie erreichte 6557 Punkte.

Carolin Schäfer blieb damit deutlich über den vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderten 6200 Zählern. Wie im Vorjahr gewann die kanadische WM-Zweite Brianne Theisen-Eaton mit 6765 Punkten. Zweite wurde Laura Ikauniece-Admidina (Lettland) mit 6622. Schäfer hat damit ihre Teilnahme in Rio de Janeiro sicher. "Ich bin überglücklich. Für mich geht mit den Olympischen Spielen ein Kindheitstraum in Erfüllung", sagte sie.

"Besser hätte es nicht laufen können!", kommentierte Schäfer ihren Auftritt schon nach dem ersten Tag. Über 100 Meter Hürden war sie in 13,26 Sekunden mehr als drei Zehntel unter ihrer bisherigen Götzis-Bestzeit geblieben. Im Hochsprung meisterte sie ordentliche 1,80 Meter, für fast alle anderen deutschen Siebenkämpferinnen endete die Disziplin ernüchternd. 

Das Kugelstoßen geriet zur Zitterpartie, nach zwei ungültigen Stößen wuchtete Carolin Schäfer die Kugel im letzten Versuch auf 14,33 Meter, nur 20 Zentimeter unter ihrer jüngst aufgestellten Bestleistung. "Das hat mir viel Mut gegeben", sagte sie. Die 200 Meter zum Abschluss nannte "phänomenal" - in 23,37 Sekunden lief sie neue persönliche Bestzeit und strahlte: "Das kommt dabei raus, wenn man keine Wehwehchen hat und gut trainieren konnte."

Am Sonntag stellte sie im Weitsprung die einzige persönliche Bestleistung in der Spitzengruppe auf. Ihr bester Versuch wurde mit 6,31 Metern gemessen. Auch im Speerwurf blieb sie auf Kurs. Hinter der überragenden Laura Ikauniece-Admidina (54,83 Meter) und der Frankfurterin Claudia Rath (49,20 Meter) reihte sie sich mit 48,20 Meter als Dritte ein, ihr fehlten weniger als anderthalb Meter zur Bestleistung.

Erst in der letzten Disziplin ließen die Kräfte am Ende nach. 2:17,02 Minuten im letzten der vier 800-Meter-Rennen reichten daher zwar nicht für den ersten 6600-Punkte-Siebenkampf, wohl aber für eine neue persönliche Bestleistung und die zweite Top-Drei-Platzierung im Mösle-Stadion von Götzis in Folge.

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