Fußball-Verbandsliga Mitte

Chancenlos gegen VfB-Effizienz

- Unterliederbach. Gut mitgespielt – dennoch viel zu hoch verloren: Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland kassierte beim VfB Unterliederbach fünf Gegentore und verlor 1:5, weil die Gastgeber fast alle Chancen eiskalt nutzten.

Ansonsten hielt die übergangsweise von Wolfgang Werth und Cataldo Schirru betreute FCE-Elf vor allem in der ersten Hälfte gut mit. Den besseren Start erwischten allerdings die Gastgeber: Schon nach zehn Minuten traf Celal Yesil zum 1:0, als er nach einer Flanke von Joo Seung Oh am schnellsten reagierte und den Ball aus sechs Metern ins Tor wuchtete. Vier Minuten später legte Florian Jagodzinski das 2:0 nach, als er nach einem Steilpass Torwart Timo Möller aussteigen ließ und sicher einschob. Der FCE schlug zwei Minuten später zurück: René Eickhoff setzte sich kraftvoll durch und markierte den Anschlusstreffer. Damit war die Drangphase der Hausherren abrupt beendet, die Gäste drängten nun auf den Ausgleich. Im ersten Abschnitt scheiterte aber nur noch Wolf mit einem sehenswerten Freistoß an VfB-Torwart Daniel Knapschinski (22.). Nach dem Seitenwechsel waren die Ederbergländer dem 2:2 deutlich näher. Erst scheiterte Meyer frei stehend an Knapschinski, danach schoss Meyer per Freistoß knapp am linken Pfosten vorbei (56.). Die Partie stand auf des Messers Schneide. Genau in dieser Phase präsentierte sich der VfB wieder treffsicher: Nach einem Zuspiel von rechts traf Mittelfeldspieler Bülent Öztürk mit links genau ins rechte Eck – 3:1 (59.). Vier Minuten später setzten die Gastgeber ihre konsequente Chancenauswertung fort: Dieses Mal war es Jagodzinski, der nach Pass des eingewechselten Sedat Usalir traf (63.) und damit den Widerstand der Gäste brach. Den Schlusspunkt setzte Torjäger Yesil kurz vor Abpfiff, als er Möller mit einem sehenswerten Heber zum 5:1 überwand. Trotz des letztlich ungefährdeten Erfolgs wollte sich VfB-Trainer Jürgen Menger „nicht vom Ergebnis beeinflussen lassen“. Zwar stimmte das Resultat den Trainer zufrieden, mit der Spielweise seiner Mannschaft kann sich Menger momentan aber gar nicht anfreunden. „Das ist nicht der VfB, wie ich ihn mir vorstelle“, hätte er gerne einen offensiveren Fußball an der Hans-Böckler-Straße präsentiert. Für Ederberglands Interims-Trainer Wolfgang Werth fiel die Niederlage „etwas zu hoch“ aus. „Sie haben ihre wenigen Chancen zu 100 Prozent genutzt“, wollte Werth Casella-Vertreter Möller keinen Vorwurf machen. Die zwei vergeben Chancen nach der Pause bezeichnete der Trainer als „Knackpunkt“. Danach wäre der FCE „zu offen“ gewesen, der VfB hätte seine Qualität in der Offensive geschickt ausgespielt. „Wir waren zu ungeduldig“, meinte Werth.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare