Continental-Cup der Skispringer in Willingen: Zwei zweite Plätze für deutsche Hoffnung

Nur die Österreicher schlagen David Siegel

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Gewohnte Stelle: David Siegel nahm zweimal links neben dem Sieger Platz. Der Deutsche wurde jeweils Zweiter, hier hinter dem Österreicher Florian Altenburger (Mitte), aber vor Norwegens Topmann Tom Hilde (r.)

Willingen. Siegel signiert als Sieger – beinahe hätte man so titeln können nach dem Continental-Cup-Springen in Willingen, bei dem nach Komplettabsage tags zuvor und vormittäglichen Schneeschauer am Sonntagmittag zwei faire Springen über die Bühne gingen. Zwei Österreicher und Wackler bei der Landung verhinderten die Überschrift und den Sieg von David Siegel.

Deutschlands Nachwuchshoffnung – Experten zufolge wird er als nächster eine Weltcup-Chance bekommen – stellte die bisherigen deutschen Weltcupspringer Karl Geiger und Michael Neumayer klar in den Schatten und freute sich über zwei zweite Plätze am Sonntag. Das Warten hatte den 19-Jährigen von SV Baiersbronn nicht davon abgehalten, sich noch einmal für höhere Aufgaben zu empfehlen.

„Das haben sie sehr gut abgepasst“, lobte er die Willinger Organisatoren, die nach dem stürmischen Samstag am Sonntag weitgehend das Ausweichprogramm durchziehen konnten. Reibungslos ging das erste Springen des COC 2016 über die Bühne, im Anschluss wurde auch der zweite Wettbewerb noch ausgetragen, wenngleich nur in einem Durchgang.

Nur 0,1 Punkte trennten David Siegel und Florian Altenburger nach dem ersten Durchgang. In Durchgang zwei legte Altenburger als vorletzter Springer der Konkurrenz 135 Meter vor, Siegel konterte mit 136,5 Meter, die Windpunkte sprachen diesmal für den Salzburger, zudem verpatzte Siegel die Landung etwas.

Tom Hilde,  Publikumsliebling früherer Willinger Weltcups, zeigte, dass er in den meisten Nationalteams zum Weltcupteam zählen würde; nur eben im derzeit bärenstarken norwegischen nicht. Mit 135 und 138,5 Metern überzeugte Hilde am Mühlenkopf und wurde in der Endabrechnung noch Dritter.

Auch im zweiten Springen blieb es bis zum Schluss spannend, auch diesmal ging der Sieg nach Österreich: Thomas Hofer wurde den weitesten Sprung der Konkurrenz zurecht belohnt. 142 Meter und 117.6 Punkte  brachten dem in Kürze 20 Jahre alt werdenden Innsbrucker einen relativ klaren Sieg, der seinen ersten COC-Erfolg von vor einer Woche in Garmisch bestätigte.

Wieder war es David Siegel, der einen Platz hinter dem Sieger landete. 110,4 Punkte bei 133,5 Metern und erneut eine etwas wacklige Landung; der Rückstand war diesmal deutlicher. Siegels deutscher Landsmann Pius Paschke wurde Dritter mit 107,4 Punkten (134,5 Meter).

Etwas enttäuschend war der Auftritt von Michael Neumayer. Er beendete den Willingen-Trip mit Platz elf; im ersten Wettkampf hatte er gar das Finale der besten 30 verpasst.

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