Corona bereitet dem Sport wieder mehr Probleme

Volleyballer pausieren bis 22. November - TT-Verband lockert Absageregeln

Arolserin Jonna Rudolf am Netz.
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Vorerst keine Spiele mehr: Die Ligen im Volleyball ruhen bis 22. November. Hier die Arolserin Jonna Rudolf am Netz.

+ + + Aktualisiert + + + Fast täglich stellt die Corona-Pandemie neue Infektionsrekorde auf. Der Sport kann davon nicht unberührt bleiben.

Korbach - Reagiert haben in Hessen nach den Handballern auch der Hessische Volleyball- und der Hessische Tischtennis-Verband: der eine mit einer Zwangspause, der andere mit lockereren Regeln für die Absetzung von Punktspielen.

Volleyball

Die hessischen Volleyballer müssen eine Zwangspause einlegen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation entschied sich der Verband dazu, den Spielbetrieb für alle Ligen in Hessen – von der Oberliga abwärts – bis zum 22. November ruhen zu lassen.

„Einige Landkreise und Städte weisen bereits einen kumulierten Inzidenzwert von mehr als 75 auf und haben damit die vom Hessischen Volleyballverband gesetzte Grenzmarke für die Teilnahme am Spielbetrieb überschritten“, heißt es in einer Mitteilung des HHV. Zuletzt hätten mehrere Vereine ihre Bedenken geäußert, in dieser Situation zu spielen. Die Pause gelte auch für den Jugendbereich.

„Wir alle hoffen, dass sich die Situation in den kommenden vier Wochen wieder entspannen wird und der Spielbetrieb dann wieder aufgenommen werden kann. Dies kann jedoch erst Mitte November beurteilt werden“, schreibt der HHV. Offen ist, ob die Saison bei einer Fortsetzung verkürzt wird – oder verlängert, um die ausgefallenen Spiele nachzuholen.

Tischtennis

Auch der Hessische Tischtennis-Verband (HTTV) teilte mit, dass ihn zuletzt vermehrt Fragen und Bedenken von Vereinen aufgrund der steigenden Infektionszahlen erreichten. Daher beschloss das Präsidium folgende Regelung: „Vereine, die in der jetzigen Situation nicht spielen wollen, können kurzfristig, kostenfrei und unkompliziert (ohne Zustimmung des Gegners) eine Spielabsetzung beantragen.“

Diese Regelung gelte vorerst bis zum 8. November. Die Vereine dürfen den Antrag auf Verlegung frühestens sieben Tage und spätestens 48 Stunden vor der Partie beim Spielleiter stellen. Gestern und vorgestern ngesetzte Spiele durften auch kurzfristig abgesetzt werden. Ein noch gravierenderer Einschnitt erscheine „im Moment nicht zielführend“, schreibt der HTTV.

Handball

Von den sechs angesetzten Begegnungen der Waldecker Mannschaften fanden zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende nur die beiden Landesliga-Partien der HSG Twistetal statt. In der Bezirksoberliga der Männer ging überhaupt nur ein Spiel über die Bühne – und so dürfte es weitergehen. Für kommendes Wochenende haben die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheime und der TSV Korbach ihre Gastspiels in Baunatal ebenso schon abgesagt wie der TV Külte sein Treffen mit der HSG Zwehren/Kassel, alle Gegner kommen zumindest aus dem Großraum Kassel, das als Risikogebiet eingestuft ist.

„Der Start bleibt schwierig“, räumt Manfred Leber (Dreieich) ein, der zuständige Klassenleiter für Ober- und Landesliga. „Wir hoffen, dass wir eine Halbserie hinbekommen. Eine ganze Runde erscheint schon jetzt unmöglich“, erklärt Leber. Wenn zumindest jede Mannschaft einmal gegen jede andere gespielt hätte, hätte der Verband eine Grundlage für eine Saisonwertung.  bjm,mko,mn

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