Absagen im Fuß- und Handball wegen Corona

Covid-19-Fall beim Anraffer Frauenteam

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Den Tisch mit dem Desinfektionsspender, wie hier vor dem Spiel gegen Angelburg wird es am Samstag nicht geben: Die Anraffer Partie gegen Korbach wurde abgesagt. 

Das Corona-Virus greift auch im heimischen Sport immer mehr um sich und führt zu Spielabsagen.

Weil sich beim Frauenfußball-Verbandsligisten SV Anraffein Mannschaftsmitglied mit Covid-19 infiziert hat, informierte Trainer Dirk Wagener umgehend Klassenleiterin Birgit Griesbach, die daraufhin das am  Samstag (15.30 Uhr) vorgesehene Derby gegen den TSV Korbach absetzte. Weil die Anrafferinnen, bei denen die beiden Frauenteams auch zusammen trainieren, so Wagener, „kein Risiko eingehen wollten, ließ der Sportverein auch das für Samstag (18.15 Uhr) geplante Spiel seiner 2. Mannschaft in der Oberliga Region gegen den SVW Ahnatal von Klassenleiterin Gudrun Biederbeck absagen und auf einen noch zu findenden Termin verlegen.

Männer-Kreisoberligist Eintracht Edertal hat ebenfalls „einen positiv auf Corona getesteten Spieler“, so Harald Eigenbrod, zu beklagen. „Zudem sind noch drei weitere Spieler in Quarantäne, sodass wir keine Mannschaft zusammenbekommen. Wenn man das mitkriegt, bekommt man ein ungutes Gefühl“, sagte der Fußballabteilungsleiter der Eintracht. Deshalb werden die am Samstag (15.15 Uhr) vorgesehene Partie gegen die SG Bad Wildungen/Friedrichstein II und das am Sonntag (13 Uhr) geplante C-Liga-Spiel der Edertaler gegen die SG Rhoden/Schmillinghausen II verschoben. Die Partie der Reserve auch aus „Fürsorgepflicht“, so Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann in Absprache mit C-Liga-Klassenleiter Dirk Emmert, gegenüber den Mannschaften. Im Hinblick auf eine eventuelle Absage des Edertalers Spiels am kommenden Mittwoch (19 Uhr) gegen die FSG Buchenberg/Ederbringhausen will Henkelmann die Entwicklung abwarten und spätestens 24 Stunden vorher entscheiden.

„Weil Kassel Corona-Risikogebiet ist und wir unsere Spieler schützen wollen, haben wir das Spiel gegen Lohfelden/Vollmarshausen verlegen lassen“, begründet Stefan Backhaus, der Abteilungsleiter des Handball-BezirksoberligistenTSV Korbach die Verlegung des morgen (18.30 Uhr) geplanten Saisonauftakts gegen die HSG aus dem Landkreis Kassel.

Auch Korbachs Ligakonkurrent, der TV Külte, hat von der vom Hessischen Handballverband vorgegebenen Möglichkeit, Partien kurzfristig zu verschieben, Gebrauch gemacht, sodass die morgen (19 Uhr) beim SVH Kassel geplante Partie auf einen noch zu findenden Termin verschoben werden wird. „Weil wir nicht wollten, dass einige Spieler von uns Probleme mit ihren Arbeitgebern wegen einer möglichen Quarantäne bekommen, haben wir das Spiel verlegen lassen“, sagt Trainer Sigurd Wachenfeld auch im Hinblick auf den Corona-Hotspot Kassel.

Auch für Aufsteiger HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheimfällt der am Samstag (16 Uhr) geplante Saisonauftakt gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger II aus. Im Umkreis der 1. Mannschaft der Gäste gibt es einen Corona-Verdachtsfall. Da beide Fuldataler Mannschaften bei einer Feier waren, „ist es vernünftig, dass das Spiel abgesagt wurde. Es ist richtig, dass kein Risiko eingegangen wird, schließlich sind wir alle nur Hobbysportler und keiner will für zwei Wochen in Quarantäne“, sagte Bad Wildungens neuer Trainer Sebastian Wrzosek.

Die Bezirksoberligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim IIwollten zunächst morgen (18 Uhr) gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger spielen, weil das Frauen- mit dem Männerteam der Gäste nichts miteinander zu tun habe, sagte Trainer Klaus Reinicke, bevor das Risiko den Südwaldecker Vereinsverantwortlichen dann doch zu groß war und die Partie nun auf Wunsch der Gastgeber verlegt werden wird.

Beide Landesligateams der HSG Twistetal wollen heute spielen. Die Männer gegen Hofgeismar (19.15 Uhr) und die Frauen gegen Dittershausen (17 Uhr). jh

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