Fußball-Verbandsliga Nord

Cramer aufgeregt nach Steinbach

- Korbach (py). Am Sonntag um 15 Uhr schlägt für die Verbandsliga-Fußballer des TSV/FC Korbach die Stunde der Wahrheit: Beim SV Steinbach müssen die Kreisstädter beweisen, dass ihre gute Form aus der Vorbereitung auch in der Liga Bestand hat.

So ehrlich wie der neue Trainer Tobias Cramer gegenüber seinen Spielern ist, so ehrlich ist er auch sich selbst gegenüber: „Ich bin doch schon ein bisschen aufgeregt vor meinem ersten Punktspiel mit dem TSV“, gibt er zu. „Alles, was ich positiv in der Vorbereitung erlebt habe, muss jetzt nur noch umgesetzt werden.“ Optimistisch stimmt ihn die Einstellung und das Verhalten der Spieler in der harten Vorbereitung. „Es waren immer mindestens 30 Spieler da“, lobt Cramer. Hauptproblem der Korbacher ist die Defensive. Spieler wie Stephan, Fritsch oder Hartmann gilt es zu ersetzen. Bei einem komplizierten System wie der Viererkette eine schwere Aufgabe, zumal Wendel und Becker angeschlagen sind. „Am Freitag nach dem Abschlusstraining weiß ich mehr“, ließ sich Cramer noch nicht in die Karten blicken. „Sicher besetzt sind bis jetzt nur die beiden ‚Sechser‘“. Die Verbandsliga Nord ist für den Diplomsportlehrer Neuland, seine Informationen über den jeweiligen Gegner also noch aus zweiter Hand. „Sehr kompakt, sehr diszipliniert, sehr unangenehm zu spielen, sehr gut organisiert“, lauten in Kurzfassung die von seinen Spielern erhaltenen Charakterisierungen über den SV Steinbach. Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen. Mit nahezu unverändertem Kader gehen die Gastgeber in ihre dritte Verbandsligasaison – freilich ohne Urgestein Thomas Ziegler: Der 34-Jährige hat seine Laufbahn beendet. Die Lücke in der Defensive soll vom erst 22 Jahre alten Emanuel Dressler, der aus dem thüringischem Kaltennortheim gewechselt ist, geschlossen werden. Vor dort kommt ursprünglich auch der neue Trainer Andreas Herzberg, der Ante Markesic nach vier Jahren als Coach abgelöst hat. „Ich habe mich für einen Wechsel nach Steinbach entschieden, weil ich glaube, dass ich mit dem dort vorhandenen Kader meine Philosophie vom Fußball am besten umsetzen kann“, so Herzberg, der mit Eiterfeld eine unglaubliche Aufholjagd gestartet und damit noch den Klassenerhalt geschafft hatte.: „Ich hatte zwischenzeitlich sogar daran gedacht, aufzuhören, bevor in der letzten Woche die Entscheidung zugunsten von Steinbach gefallen ist.“ Die angesprochene Philosophie ist laut Trainer nicht in drei Sätzen zu erklären. „Ich bin in jedem Fall kein Freund des Hau-Ruck-Fußballs, sondern eher des Fußballspielens.“Lehnerz und Lohfelden sind für ihn die Titelfavoriten. „Aber auch Korbach traue ich einiges zu“, verteilt er vorsichtig ein Lob in Richtung Kreistadt.

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