Hessen-Quali: Sieg gegen Fritzlar

Dank guter Defensivarbeit steht Twistetaler A-Jugend an der Spitze

Weibliche A-Jugend - Hessen-Quali HSG Twistetal - SV Germania Fritzlar 25:19 (16:10)
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Lucy Lefringhausen (Twistetal) setzt sich am Kreis durch und kommt gegen zwei Fritzlarer Spielerinnen zum Torwurf. Dahinter ihre Teamkollegin Anna-Lena Reese.

Die Hälfte der Hessen-Quali ist absolviert, und der älteste weibliche Nachwuchs aus Korbach und Twistetal hat schon einen Fuß in der Oberliga-Tür.

Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse fand das Spitzenspiel der beiden bisher unbesiegten Teams in der Hessen-Qualifikation der weiblichen A-Jugend statt. In der Korbacher Kriessporthalle holte die HSG Twistetal durch ein 25:19 (16:10) den SV Germania Fritzlar im dritten Spiel den dritten Sieg und ist Tabellenführer.

Von Beginn an betrieben beide Mannschaften das erwartet intensive und aggressive Spiel in der Korbacher Kreissporthalle. Die Gastgeberinnern warfen durch Tore von Kim Hering bereits nach drei Spielminuten eine 3:0-Führung heraus. Der Deckungsverband agierte hochkonzentriert und ließ den starken Rückraum der Gäste nicht zur Entfaltung kommen.

Doch in der Folgezeit wurde deutlich, warum Fritzlar die bisherigen Begegnungen souverän gewann: Mittels gelungener Kombinationen über die Kreisposition konnten sich die Gäste wieder herankämpfen und beim Stand von 4:3 war die Partie wieder offen.

Sechs Tore Vorsprung zur Halbzeit, aber dann Schwächen

Hanna Happe und Beke Mehring übernahmen jedoch Mitte der ersten Halbzeit immer mehr Verantwortung bei Twistetal/Korbach. Zudem wurde in der Abwehr, gestützt auf eine starke Johanna Gleumes im Tor, um jeden Ball gekämpft und vorn über die erste und zweite Welle Tore gemacht. Da zudem auch das Spiel über den Kreis jetzt besser funktionierte, baute die HSG die Führung über die Spielstände 9:4, 12:6 und 14:9 Tor um Tor aus. Beim Stand von 16:10 wurden die Seiten gewechselt.

Das Trainerteam appellierte in der Halbzeitansprache an die Mannschaft, weiter konzentriert zu bleiben und nicht nachzulassen. Doch diese Vorgaben konnten die „Mädels“ in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff nicht umsetzen. Es folgte die schwächste Phase im Spiel und es kamen alte Mängel zum Vorschein. Im Angriff wurde zu hektisch gespielt und es gelang nur selten, Druck auf die gegnerische Abwehr aufzubauen.

Starke Twistetaler Schlussphase

Folglich wurde des Öfteren mit Halbchancen der Abschluss gesucht, die die Torhüterin der Gäste nicht vor große Probleme stellte. So holte Fritzlar Tor um Tor auf und nachdem in der 40. Minute 17:14 auf der Anzeigetafel stand, befürchteten die Zuschauer Schlimmes. Doch nachdem die inzwischen eingewechselte Fritzi Göbel einen Siebenmeter parierte, ging ein Ruck durch die Heim-Mannschaft. Die Isenberg-Schützlinge riss sich zusammen - man merkte um was es ging - und mobilisierte neue Kräfte für eine starke Schlussphase.

Insbesondere Emilie Pok und Anna-Lena übernahmen Verantwortung und erzielten wichtige Tore. Als Lucy Lefringhausen in der 46. Minute zum 20:15 einnetzte, war bereits eine Vorentscheidung gefallen. In der Schlussviertelstunde gelang es Fritzlar nicht mehr, den Rückstand zu verkürzen. Nach dem Schlusspfiff fielen sich die Mädels freudestrahlend aber völlig ausgepowert in die Arme. (red)

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