Drei Ranglistenplätze gutgemacht

Darter Christian Bunse bei Summer Series zweimal in Runde drei

Rampenlicht ist im Darts grad selten: Christian Bunse konzentriert vor dem Board.
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Rampenlicht ist im Darts grad selten: Christian Bunse konzentriert vor dem Board.

Milton Keynes – Christian Bunse ist nach längerer Corona-Pause mit ordentlichen Resultaten an die Boards zurückgekehrt.

Bei der sogenannten Summer Series des internationalen Profiverbands PDC im englischen Milton Keynes erreichte der Dartsspieler aus Vasbeck zweimal die Runde der besten 32. Damit könne er zufrieden sein, sagte Bunse. Er machte in der Rangliste der Professionell Tour drei Plätze gut und stockte sein Preisgeldkonto um 2000 Pfund auf. Die Summe der gewonnenen Gelder ist am Ende des Jahres normalerweise das entscheidende Kriterium dafür, wer seine Tour-Card behalten darf.

Aber was ist in Corona-Zeiten normal: Die Summer Series, mit denen die PDC fünf ausgefallene Turniere der Players Championships nachholen ließ, fanden unter Pandemieregeln statt. „Das war schon eine Erfahrung“, sagte Bunse. Alle 128 Spieler sowie der Tross der Offiziellen mussten einen Tag vor dem Start der Wettbewerbe anreisen, einen Rachen-Nase-Abstrich vornehmen lassen, sich anschließend im Hotel in Zimmer-Quarantäne begeben, und durften nur bei negativem Testergebnis die Marshall Arena betreten, wo aktuell auch das World Matchplay der PDC läuft.

Auch in der Halle war alles auf Abstand ausgerichtet. „Der Spielort war quasi wie eine Rundlaufbahn, damit man sich nicht begegnete“, sagte Bunse. Die besondere Atmosphäre schien ihn nicht zu beinträchtigen. Im ersten Match der Serie, das live im Internet gestreamt wurde, lieferte er dem Südafrikaner Simon Whitlock, Nummer 15 der PDC-Rangliste (Bunse steht auf Platz 80), ein offenes Duell, das er knapp mit 4:6 verlor. „Ein richtig gutes Spiel“, fand Bunse.

Das schnelle Aus hinterließ keine Spuren beim 25-Jährigen. Am zweiten Tag warf er den Niederländer Arjan Kontermann (6:3) und Brendan Dolan aus Nordirland, immerhin Nummer 31 im PDC (6:5) aus dem Turnier, ehe er mit 3:6 am Waliser Jonny Clayton scheiterte.

Sofort flog Bunse jeweils im dritten und vierten Wettkampf raus – erst knapp mit 5:6 gegen Ron Meulenkamp (Niederlande), dann deutlicher (3:6) gegen den Letten Maradrs Razma. „Das war mein schlechtestes Spiel“, meinte er. Zum Abschluss setzte er die Pfeile wieder besser: Das bekam beim 6:3 der Engländer Michael Barnard ebenso zu spüren wie dessen Landsmann Steve Beaton bei Bunses 6:2-Erfolg. Nichts ausrichten konnte der Vasbecker aber beim 1:6 gegen den späteren Halbfinalisten Devon Petersen, ebenfalls ein Südafrikaner, der zuvor Michael van Gerwen besiegt hatte. Petersen hatte einen Sahnetag erwischt.

Wie es auf der Pro-Tour weitergeht, ist wegen der Corona-Pandemie offen. Bunse vermutet, dass die Summer Series die PDC angesichts des Aufwands mit Tests, Isolation und Security eine Stange Geld gekostet haben dürfte. „Zu weiteren Terminen hat sich niemand geäußert.“  mn

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