Lothar und Roselinde Müller waren fast jedes Mal dabei

Die Dauerbrenner beim Weltcup in Willingen

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An der Schanze: Roselinde und Lothar Müller.

Schon jetzt fiebern Lothar und Roselinde Müller dem Weltcup der Skispringer in Willingen (7. bis 9. Februar) entgegen. Kein Wunder, denn das Ehepaar aus Korbach zählt zu den treusten Fans der Traditionsveranstaltung, die bis dato 23 Mal seit 1995 (aber nicht 1996 und 1998) als Weltcupwettbewerb ausgetragen wurde.

Korbach. Und bis auf die Springen 2018, als sie auch wegen des mit dem Weltcup kollidierenden Skiurlaubs mit ihrer Tochter Silke Filipovic nicht an die Mühlenkopfschanze kamen, waren die beiden Rentner immer vor Ort und sind damit die Fandauerbrenner.

Dass solch eine Treue belohnt werden muss, dachte sich auch der Ski-Club Willingen und ließ zusammen mit der Waldeckischen Landeszeitung durch SCW-Präsident Thomas Behle dem Ehepaar zwei Vip-Karten für den Einzelwettbewerb am Sonntag zukommen. Erstmals können die Müllers deshalb aus einer anderen Perspektive den Schwalefelder Weltklassespringer Stephan Leyhe und seine Kollegen verfol-gen, „nachdem wir bisher immer rechts im Block E gestanden sind“, so Roselinde Müller. „An der 120-Meter-Linie, wo hinter uns die Polen stehen“, wie ihr Mann Lothar ergänzt.

Die Spannung reizt den früheren Hausmeister und langjährigen Handballabteilungsleiter des TSV Korbach am Skispringen, das im Gegensatz zum Fuß- und Handball auch wegen der Höhe etwas Außergewöhnliches sei.

„Man kann die Springer auch direkt ansprechen und genau wie beim Handball mit den Leuten reden. Die verhalten sich nicht wie Stars“, hat der 78-Jährige festgestellt.

Sammlung mit Fotos und Tickets

Auch weil wir „sportbegeistert sind, den Weltcup vor der Haustür haben und live dabei sein wollten“, so Roselinde Müller, zog es die Korbacher an die Schanze, an der die frühere Verwaltungsangestellte von der dort herrschenden „Atmosphäre und dem gebotenen Sport“ begeistert ist. So hat die frühere Handballerin, „mein Mann war mein Trainer“, einen dicken Ordner mit Zeitungsartikeln, Fotos und Eintrittskarten von den vielen Weltcupspringen in Willingen zum Gespräch in die Redaktion mitgebracht. 

Als der Eintritt zehn Mark kostete 

Die seit 1995 geführte Sammlung belegt, dass die Eintrittskarte für Erwachsene beim ersten Weltcupspringen noch zwölf Mark gekostet hat, während auf dem Ticket für Jugendliche (zehn Mark) die Unterschrift von Teamolympiasieger Dieter Thoma, dem heutigen ARD-Experten zu finden ist. „Damals sind wir noch mit der ganzen Familie, manchmal auch an drei Tagen zu den Springen gegangen“, erzählt Roselinde Müller, während Sohn Stefan inzwischen mit seinem Unternehmen für die Tontechnik an der Schanze zuständig ist.

Gut in Erinnerung geblieben ist Roselinde Müller der Sieg von Teamolympiasieger Sven Hannawald beim Weltcup 2002, „als das ganze Stadion bei der Siegerehrung die Nationalhymne gesungen hat. Wir waren aber auch 2013 dabei, als der Teamwettbewerb wegen Windböen abgesagt werden musste und sind auch schon im Dauerregen gestanden“, erzählt die Schriftführerin des TSV Korbach, wobei letzteres den Müllers mit ihren Vip-Raum-Tickets dieses Mal sicher nicht passieren wird. jh

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