Willinger Skispringer erfolgreich

Michelle Göbel wird deutsche Jugendmeisterin

Starke Willinger (von links): Trainer Heinz Koch mit seinen Schützlingen robin Kloß, Michelle Göbel, Lucas Nellenschulte und Janne Puk an der Schanze in Oberhof.
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Starke Willinger (von links): Trainer Heinz Koch mit seinen Schützlingen Robin Kloß, Michelle Göbel, Lucas Nellenschulte und Janne Puk an der Schanze in Oberhof. Foto: pr

Es war eine sehr ordentliche Saison für den Skisprung-Nachwuchs des SC Willingen bzw. aus dem Willinger Internat. Das unterstrich am Ende des Winters auch die deutsche Jugendmeisterschaft.

In Oberhof, wo zuvor schon vier Deutschlandpokal-Springen ausgetragen worden waren, setzte Michelle Göbel aus Upländer Sicht das größte Ausrufezeichen. Sie wurde deutsche Jugendmeisterin. Bei den Titelkämpfen zum Saisonabschluss bestätigte die 17-Jährige Willingerin mit 87 und 83,5 m und 194,0 Punkten auf der Schanze im Kanzlersgrund, dass sie die derzeit leistungsstärkste Skispringerin im DSV ist.

Mit Lia Böhme (86,5+79,5/189,0) und Cindy Haasch (86+70,5/166,4) ließ sie ihre stärksten Konkurrentinnen deutlich hinter sich, obwohl sie mit ihren beiden Sprüngen nicht ganz zufrieden war. „Insgesamt aber bin ich froh, mit einem Sieg und dem Titel in die Pause gehen zu können“, sagte sie selbstkritisch.

Eigentlich hatte sie schon nach dem Alpencup in Frankreich mit einem leichtgeschwollenen Fuß den Winter mit einem internationalen Wettkampf und guten Sprüngen beenden wollen, um sich auf die Nachholarbeit in der Schule und die anstehende Führerscheinprüfung konzentrieren wollen. Ihre Trainer überzeugten sie aber, doch nach Thüringen zu fahren und sich dort zu behaupten. Jetzt steht die wohlverdiente Pause aber an.

Willinger Jungs verpassen Medaille

Auch die Jungen aus der Upländer Talentschmiede waren im Vorderfeld zu finden. Ein wenig Pech hatte dabei Robin Kloß bei der Jugend 16: Als Gesamtsieger des Deutschlandpokals liebäugelte er mit einer Medaille, die ihm als Fünfter aber verwehrt blieb. Nach 91,5 und 88 Metern, was 216,1 Punkte ergab, lag der Usselner einen Platz vor seinem Willinger Vereinskamerad Janne Puk (90+90m/210,5).

„Die Sprünge waren definitiv besser als beim letzten Mal in Oberhof, aber die anderen waren einfach stark“, sagte Robin, der sich dennoch genau wie Janne für die neuen DSV-Kader empfahl. Das gilt erst recht für den Winterberger Lucas Nellenschulte, der im Sommer 2020 noch verletzt zuschauen musste. Mit 97,5 und 98,5 Metern (245,1 Punkte) holte wer Silber hinter Otto Maus aus Isny (249,4).

Trainer Heinz Koch war mit den Leistungen zufrieden und geht zuversichtlich in die kommenden Kader-Gespräche. „Der Gesamtsieg im Deutschlandpokal motiviert mich natürlich und ich werde alles tun, um mich noch weiter zu verbesssern“, sagte Robin Kloß, der vor einem Jahr um einen Punkt hinter Janne Puk den Kader verpasst hatte, was in aber offenbar nur zusätzlich motiviert hat.

Enttäuschend nicht nur für ihn war, das der DSV nicht – wie am Wochenende zuvor zugesagt – die Siegerehrung des Deutschlandpokals nachholte und die Youngster damit weiter auf die verdiente Trophäe warten müssen. Armselig. (be/schä)

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