Einzel, Sprint, Staffel: Heimische Starter hoffen auf eine Medaille

Biathlon-Nachwuchs kürt deutsche Meister in Willingen

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Perfekt vorbereitet: Die Biathlon-Arena auf dem Roth.

Willingen. Acht Jahre nach den deutschen Biathlon-Meisterschaften der Damen und Herren anlässlich 100 Jahre Ski-Club finden wieder nationale Titelkämpfe in Willingen statt.

Von Donnerstag bis Sonntag geht es für die Jugend und Junioren um Medaillen und gute Platzierungen.

Rund 200 Sportler werden in der EWF-Biathlon-Arena auf dem Roth erwartet. Dort werden ihnen beste Voraussetzungen geboten. Das für die Beschneiung zuständige Team unter der Leitung von Uwe Leipold hat sich die letzten Wochen Tag und Nacht ins Zeug gelegt, um die Loipen bestens zu präparieren. „Mit dem Naturschnee sah es eher dürftig aus, deswegen haben wir die Witterung genutzt und Schnee produziert und einen weiteren Teil haben wir von der Mühlenkopfschanze geholt“, erklärte OK-Chef Wilhelm Saure.

Am Dienstag wurden die Schneekanonen abgestellt und die Loipen präpariert. Die fand Landesverbandstrainerin Susen Fischer in einem „Topzustand“ vor. Und die Organisatoren haben auch die Anforderung von vier unterschiedlich langen Strecken (2,0, 2,5, 3,0 und 3,3 Kilometer) erfüllt.

Sehr gute Bedingungen

Die werden benötigt für die drei für „Deutsche“ gesetzten Wettkämpfe Einzel, Sprint und Verbandsstaffel in den jeweiligen Altersklassen.

Das erste Mal richtig ernst wird es beim Einzel am Freitag. Die nächste Medaillenchance bietet sich im Einzel am Samstag, ehe die Staffeln am Sonntag den Abschluss bilden. Start ist jeweils um 10 Uhr.

Die Meisterschaften sind gleichzeitig auch letzte Station im Deutschlandpokal. Die Gesamtsieger werden am Samstagabend im Besucherzentrum geehrt. Am Freitag ist der Empfang von Bürgermeister und Schirmherr Thomas Trachte im Café Aufwind.

Susen Fischer über den Heimvorteil

Ob es ein Heimvorteil für die Biathleten des SC Willingen ist, da rätselt auch Susen Fischer noch ein wenig vor dem Auftakt der Jugend-DM in der Biathlon-Arena. „Die Aufregung wird sicherlich vor eigenem Publikum größer sein“, sagte die hessische Verbandstrainerin. Gleichzeitig machte sie aber klar, „eine Medaille sollte es schon werden“. 

Auch weil die letzte Zeit zuhause auf den anspruchsvollen Strecken sehr gut trainiert werden konnte. Bronze gab es für den Hessischen Ski-Verband im letzten Winter in der Juniorenstaffel. Das gilt es für Tom Gombert und Jan Lohschmidt am Sonntag zu verteidigen, für den dritten Startplatz kommen Christopher Niggemann und Philipp Rehbein in Frage. 

Gute Chancen für Gombert 

Nicht dabei ist Sven Lohschmidt, der im vergangenen Jahr mit auf dem Podest stand. Der 20-Jährige wäre parallel bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Estland M gestartet, musste aber krankheitsbedingt absagen und kuriert sich nun in seiner Wahlheimat Mittenwald aus. In Abwesenheit der JWM-Fahrer Julian Hollandt, Tim Grotian und Marius Veit haben sich die Chancen von Tom Gombert erhöht. Für den Bundespolizisten, der die Alpencupwertung anführt und im vergangenen Jahr im Einzel bereits Bronze holte, wäre für eine eventuelle Kadereinstufung „ein Platz auf dem Stockerl sehr wichtig“, wie Fischer betonte. 

Mit Philipp Rehbein schickt der SCW einen weiteren Junior ins Rennen. Durchaus unter Druck steht auch Christopher Niggemann bei der Jugend II. „Mit einer Medaille könnte er noch einmal auf sich aufmerksam machen“, sagte seine Trainerin. Aus der Altersklasse sind Philipp Lipowitz, der Gesamterste im Deutschlandpokal, und Danilo Riethmüller in Estland dabei. Zum jüngeren Jahrgang zählt Jan Lohschmidt, ebenso wie Marie Zeutschel bei den Mädchen. „Die Top Ten sollten auf alle Fälle drin sein“, meinte Fischer. Voraussetzung dafür sei eine gute Schießleistung. „Alle werden die Wettkämpfe motiviert und fokussiert angehen.“ (frg/ni)

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