Deutsche Meisterschaft der Jugend und Junioren im Biathlon

Marie Zeutschel trägt Hoffnungen des SC Willingen

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Hofft auf eine Medaille bei den Titelkämpfen in Ruhpolding: Biathletin Marie Zeutschel vom SC Willingen, hier auf Rollskiern unterwegs.

Lieber später als gar nicht: Nach dieser Devise verfährt der Biathlon-Nachwuchs des SC Willingen. Das von Marie Zeutschel angeführte Aufgebot schießt und rennt von Freitag bis Sonntag bei der deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Ruhpolding um Medaillen.

Ruhpolding – Die Titelkämpfe werden nachgeholt, der erste Termin vor drei Wochen in Altenberg war wegen zu wenig Schnee nicht zu halten.

Nun also die Chiemgau-Arena. Mit guten Medaillenchancen geht nach Ansicht von Verbandstrainerin Susen Fischer vor allem Marie Zeutschel in den Sprint am Freitag und den Massenstart am Samstag. Die 19-Jährige, im Vorjahr Dritte im Einzel der Jugend II, ist mittlerweile bei den Juniorinnen unterwegs. „Sie ist eine sehr gute Schützin und an einem guten Tag in der Lage, viermal Null zu schießen“, sagt Susen Fischer.

Zuletzt gewann Zeutschel die Verfolgung beim Deutschlandpokal in Oberhof. Sie will mit guten Ergebnissen ihren Platz im NK-I-Kader des Deutschen Skiverbands verteidigen.

Hannah Möller will den Kaderstatus erst noch erreichen. Die Internatsschülerin, die für den Ski-Club startet, gehört zum älteren Jahrgang der Jugend II (J18/19). Die Trainerin hält auch sie für eine prima Schützin. Hannah gewann vor einem Jahr Bronze im Sprint.

Christopher Niggemann würde in seinem zweiten Junioren-Jahr zu gern an seinen Sprintsieg vom Deutschlandpokal im Martelltal im Dezember anknüpfen. Seine Chancen liegen vor allem auf der kürzeren Distanz. Nachdem er sich nicht für die Junioren-WM hat qualifizieren können, sollte auch für ihn „eine Medaille das Ziel sein“, sagt Trainerin Fischer.

In den Rennen der Jugend I dürfte Marie Hubl, die das Willinger Sportinternat besucht und für den SV Mademühlen läuft, die beste Aussicht auf eine gute Platzierung besitzen. Eine Podestplatzierung sei möglich, sagt Susen Fischer mit Blick auf die Entwicklung ihres Schützlings in den vergangenen zwei Jahren sowohl läuferisch wie beim Schießen.

Im jüngsten Jahrgang (J16) strebt Georgy Langer zumindest eine Platzierung unter den besten 15 an. Abzuwarten bleibt, was Lotta Kesper nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall zeigen kann. Auch ihr Bruder Linus musste unfreiwillig Pausen einlegen. „Er ist ein bärenstarker Läufer“, sagt Susen Fischer. „Wenn er fit ist, ist er in der Lage unter die besten sechs zu kommen.“

Vertreten ist der Ski-Club auch bei den Rennen der Verbandsstaffeln am Sonntag. Gemeldet ist ein Team bei den Juniorinnen.  mn

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