Heimische Leichtathletik-Senioren hoffen bei deutscher Meisterschaft auf Medaillen

Harter Weg zum Gold für Tatjana Schilling und Co.

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Geht angeschlagen an den Start: Marion Tenbusch ist eine von vier Athletinnen des TSV Korbach. Sie hofft vor allem in der Staffel auf eine Medaille bei den deutschen Meisterschaften. 

Korbach. Der Weg zu den Medaillen bei der deutschen Meisterschaft führt die Leichtathletik-Senioren in diesem Jahr nach Mönchengladbach. Von heute bis Sonntag sind dort auch 13 Waldeck-Frankenberger am Start; teilweise als Topfavoriten, Titelverteidiger oder Bester der Meldeliste.

Der TSV Korbach stellt das Gros der heimischen Athleten; angeführt vom bekannten Frauen-Quartett.

Das freut sich auch diesmal nicht nur auf gemeinsamen Spaß und Erlebnisse, sondern hofft, den Erfolg der DM von 2017 wiederholen zu können. Tatjana Schilling, Eva-Maria Zürker, Diana Richter und Marion Tenbusch holten sich in Zitta den Titel über 4x100 Meter in der Staffel. „Es ist wie immer schön, mit mehreren Sportlerinnen eines Vereins dabei zu sein“, unterstreicht Schilling die positiven Seiten des „Vereinsausfluges“. Die Konkurrenz für die Korbacherinnen für das Rennen am Samstagabend ist aber nicht geringer geworden. In der StG Ruhr-West hat sich erneut eine Startgemeinschaft gebildet, die die Besten aus mehreren Vereinen zusammenwürfelt, um erfolgreich zu sein. „Wir sind eben die, die wir immer sind, weil wir als ein Verein auftreten wollen“, so Schilling.

Sie selbst hatte in Zittau fünf der sieben heimischen Plaketten geholt und dürfte auch diesmal die meisten sammeln. In der Altersklasse W 45 führt die 48-Jährige die Meldelisten über 400 Meter sowie im Weitsprung an – zwei Disziplinen, die morgen direkt nacheinander stattfinden (17 Uhr/17.50 Uhr). „Das ist für den Körper natürlich nicht so günstig“, sagt Schilling, für die Teil eins dieses Doppels wichtiger ist. Die 400 Meter sind mein Hauptziel. Da will ich unbedingt unter einer Minute bleiben“, so die Lelbacherin, der die Platzierung beinahe egal ist, „wenn bei der Zeit eine 59 vorne steht“.

Beim Weitsprung wird’s gesellig, dort sind auch Richter und Tenbusch am Start, die aufgrund von Rückenproblemen angeschlagen in die Wettkämpfe geht. Läuft es traumhaft, sind sogar zwei oder drei Korbacher Medaillen in der Sandgrube drin.

Beginnen werden die Titelkämpfe für Schilling heute Nachmittag mit den 80 Meter Hürden, bei denen sie Platz zwei aus dem Vorjahr verteidigen will. Der lauf dient aber eher als Training für die Europameisterschaft im Siebenkampf. Ob Europas Senioren-Sportlerin 2016 wie Teamkollegin Marion Tenbusch auch im Hochsprung startet, ist noch offen, da dieser Wettbewerb nicht so gut in den Zeitplan passt. Am Sonntag geht Schilling zum Abschluss die 200 Meter an: „Es ist der dritte Tag, mal sehen, wie viele Körner ich da noch habe“, sagt sie und glaubt „höchstens an Bronze“.

Diana Richter hat neben Weitsprung und der Staffel noch den 100-Meter-Sprint sowie am Sonntag Diskus und Speer auf ihrem Wettkampfplan. Ihre Ziele: Bestleistung anpeilen und in den Endkampf kommen. „Das wird diesmal schwerer als in den Jahren zuvor, denn ich war ganz baff, wie viele Teilnehmer diesmal an den Start gehen“, sagte die Pädagogin und stapelt in sachen Edelmetall vielleicht ein wenig zu tief: „Eine Medaille ist für mich nur mit der 4 x 100 Meter Staffel möglich und das wird diesmal schon schwer genug.“ Neben der neu gegründeten Startgemeinschaft Ruhr-West sei ja noch der alte Rivale aus Paderborn ein harter Gegner. Da eine neue Wechselregel gilt, wollen die Korbacherinnen die Startreihenfolge des Quartetts möglicherweise verändern. Da die Wechselzone größer geworden ist, laufen nun einige Staffelmitglieder 95 und andere 105 Meter. „Es könnte sein, dass Eva-Maria und Marion die Kurven laufen, Tatjana und ich die Geraden.“

Für Eva-Maria Zürker wird der Samstag ein „Multi-Sport-Tag“ in Nordrhein-Westfalen. Mit ihrer Tennismannschaft, den Damen 30 von RW Höxter, muss sie „zwischendurch“ zum wichtigen Regionalliga-Spiel nach Wuppertal. Zur Staffel ist sie aber rechtzeitig zurück in Gladbach. Und am Sonntag soll eine gute Platzierung im Diskuswurf folgen.

Auch vier Männer aus dem Waldecker Land mischen bei der DM wieder mit.

Routinier Heinrich Kuhaupt (LC Bad Arolsen) hat über seine Spezialstrecke 800 Meter der M 75 die besten Chancen auf eine vordere Platzierung. Drei Starts hat sich Hermann Götte vorgenommen, der in der M 80 aufgerückt ist. Der Techniker vom TSV Twiste hat heute ein strammes Programm mit Diskus-, Speerwurf und Kugelstoßen.

Bei den Senioren der M 60 hoft Peter Dravoj vom VfL bad Arolsen auf ein gutes Abschneiden beim Speerwurf, Gerhard Peters vom TSV Korbach geht in dieser Altersklasse über 1500 Meter an den Start. (schä/rsm)

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