Erfolg für Bad Wildunger bei der deutschen Meisterschaft

Schuhe gewechselt – Bronze geholt: Marius Karges DM-Dritter mit dem Diskus

Im letzten Jahr fehlte ein Stück, diesmal reichte es zur Medaille: Marius Karges holte sich mit dem 1,5-Kilo-Diskus Bronze bei der deutschen Meisterschaft.
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Im letzten Jahr fehlte ein Stück, diesmal reichte es zur Medaille: Marius Karges holte sich mit dem 1,5-Kilo-Diskus Bronze bei der deutschen Meisterschaft.

Dreimal Bronze – das sind die Top-Ergebnisse für die zwölf Leichtathletik-Asse aus Nordhessen bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend-Altersklassen U18 und U20 in Heilbronn.

Auf das Podest schaffte es neben den Sprinterinnen Vivian Groppe und Carolin Schlung auch Diskuswerfer Marius Karges aus Bad Wildungen, der für die LG Eintracht Frankfurt startet.

Nach Platz vier im vergangenen Jahr war die Erleichterung bei Marius Karges durchaus groß, dass es diesmal zu Bronze reichte. „Ich hatte mir vorgenommen, über 60 Meter zu werden und in die Medaillenränge zu kommen“, sagt Karges im Gespräch mit der WLZ rückblickend. Beide Ziele hatte er am Ende eines insgesamt niveauvollen Wettkampfes erreicht. Der 17-Jährige war einer von drei Athleten, die die 60-Meter-Marke knackten. 61,50 m im zweiten Versuch bedeuteten den dritten Platz für den Schützling von Trainer Steffen Reumann.

Marius Karges fehlen 55 Zentimeter zu SIlber

Karges hatte einen Versuch von mehr als 61,50 Meter, der allerdings ungültig war. „Den letzten Wurf habe ich nicht sauber getroffen, sonst wäre vielleicht auch Silber möglich gewesen“, sagte der Wildunger, dem 55 Zentimeter auf den zweitplatzierten Tizian-Noah Lauria (LG Filder) fehlten. Gewinner Phil Richter (LV Erzgebirge) war mit 64,65 m nicht zu erreichen. Hadern mochte Karges nicht, zumal er nach guten Start in die kurze Wettkampfsaison zwischenzeitlich ein wenig schwächelte.

Zum Erfolg gehörte im übrigen auch, besondere Wettkampfbedingungen wegzustecken. 6.30 Uhr Frühstück, 8 Uhr Stadioneinlauf – mit einem für Werfer ungewöhnlich frühen Wettkampftermin musste der 17-Jährige klar kommen. „Ich mag es lieber später. Im Training werfe ich nachmittags immer besser. Aber das hat mich nicht groß gestört“, lässt der Wildunger keine Ausreden zu.

Glatter Ring sorgt für Schuhwechsel

Gelohnt hatte sich für ihn der Wechsel des Schuhes nach dem ersten Probewurf, der nur bei rund 50 Metern herunterkam. Von den drei Streifen wurde auf die amerikanische Schuhmarke gewechselt. „Weil ich damit auf dem relativ glatten Ring besser zurecht kam“, so Karges.

Für den Diskus-Hessenmeister war die DM der letzte große Wettkampf einer kurzen, aber durchaus brauchbaren Sommersaison, in der ihm ein Leistungssprung gelang. Immerhin ein halbes Dutzend Wettkämpfe plus die beiden Meisterschaften hat er absolviert. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Jahr mal 63 Meter werfe“, zeigt sich das Wurftalent sehr zufrieden mit dem Erreichten.  (schä)

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