Deutsche Meisterschaft Skispringen: Team Hessen/Westfalen ohne Edelmetall-Chance

Leyhe & Co auf Platz sechs

Wieder Silber. Der Willinger Skispringer Stephan Leyhe hat gefallen an dieser Edelmetallfarbe gefunden, denn er holte sie bei Olympia im Team und bei der deutschen Meisterschaft auf der Mattenschanze. Das Bild zeigt oben (von links): Stephan Leyhe, Sieger David Siegel und den Dritten Moritz Baer; unten (von links): Andreas Wellinger (4.) Andreas Wank (5.) und Pius Paschke (6.). Foto: pr

Hinterzarten/Willingen.  Stephan Leyhe (106,5+105) kam bei der deutschen Meisterschaft der Skispringer mit dem Team Hessen/Westfalen (889,1) im Mannschaftswettbewerb auf den sechsten Platz.

Einen Tag nach der deutschen Vizemeisterschaft, der ersten DM-Medaille für einen Skispringer des SC Willingen, landete Stephan Leyhe (106,5+105) mit dem Team Hessen/Westfalen (889,1) im Mannschaftswettbewerb wieder auf dem sechsten Platz. Die Willingerin Anna Häfele war schon deutsche Meisterin im Skispringen, Jenna Mohr stand bei nationalen Titelkämpfen mehrmals auf dem Treppchen.

Neben Leyhe (109 und 110 Meter) sprangen Paul Winter (98,5 /100) sowie Lennart Weigel (90,5 /87,5) und Simon Spiewok (81, /83).

Deutscher Mannschaftsmeister wurde die Formation Bayern II (1056,1 Punkten) mit Karl Geiger, Max Goller, Philipp Raimund und Markus Eisenbichler vor Bayern I (1042,6) mit Pius Paschke, Moritz Bär, Constantin Schmid, und Andreas Wellinger.

Leyhes Leistung kann sich erneut sehen lassen, denn nur Eisenbichler (109+110) war im Teamwettbewerb besser als der Willinger Olympia-Zweite. Damit unterstrich er seine gute Form zu Beginn der Sommersaison.

Das Team aus Baden-Württemberg (1034,6) mit Andreas Wank, Dominik Mayländer, Luca Roth und dem neuen deutschen Einzel-Meister David Siegel holte Bronze vor Sachsen (991,1) und Baden-Württemberg II (944,7).

„Ich bin ganz zufrieden, obwohl bei dem ein oder anderen Sprung noch Luft nach oben war“, meinte Stephan Leyhe, dessen Vater Volker das Geschehen an der Schanze mitverfolgte.

Stützpunkttrainer Heinz Koch sah bei seinen Schützlingen Winter, Weigel, Spiewok und Kühnel noch deutliches Potenzial nach oben zum Sommersaisonbeginn. „Mehr als Platz sechs war für uns nicht drin.“

Der Teamtitel bei den Damen ging an Sachsen I (Pauline Hessler/Juliane Seyfarth) 523,8 vor Bayern I (Gianina Ernst/Katharina Althaus) 485,1 und Baden-Württemberg (Ramona Straub/Carina Vogt) 476,5.

Die Titelkämpfe fanden erstmals zu Beginn der Saison statt, nachdem alle anderen Termine im Herbst durch internationale Wettbewerbe belegt waren. Severin Freund ist auf die Schanze zurückgekehrt, wird jedoch frühestens im September in den Wettkampfbetrieb einsteigen. Als nächstes steht der Sommer-Grand-Prix an, den der DSV unterschiedlich besetzen wird. Andreas Wellinger fehlt wegen seiner USA-Reise mit dem FC Bayern München auch beim Springen in Hinterzarten, wo Stephan Leyhe im Vorjahr erstmals auf dem Treppchen stand.

Nach den ersten Lehrgängen der DSV-Kader kamen einige, wie Markus Eisenbichler, direkt aus der Berufsausbildung in den Schwarzwald und stellen erst jetzt wieder das Skispringen in den Mittelpunkt. Höhepunkt des nach-olympischen Winters wird die Weltmeisterschaft in Seefeld (Österreich) sein, neben der Vierschanzentournee, Willingen Five und der Raw Air-Tour.

Im Feld der Frauen platzierten sich gleich zwei Skispringerinnen vorn: Katharina Althaus (SC Oberstdorf) und Juliane Seyfarth (TSG Ruhla). Beide brachten es auf 279,8 Punkte. Auf Platz drei sprang Gianina Ernst (SC Oberstdorf). (be) 

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