FC Ederbergland verliert 3:4 beim VfB Unterliederbach

Drei Auswärtstore aber keine Punkte

- Höchst (swe). Trotz zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand hätte der FC Ederbergland am Ende einen Punkt verdient gehabt. Aufstiegskandidat Unterliederbach brachte jedoch einen knappen Erfolg über die Zeit.

Eine Binsenweisheit sei es, sagte Wolfgang Werth, aber sie passe zum Spiel am Samstag beim VfB Unterliederbach: „Spiele werden hinten gewonnen.“ Seine Mannschaft schoss drei Tore und ging dennoch als Verlierer vom Platz – weil der hoch eingeschätzte Gegner die Fehler in der Defensive gnadenlos ausnutzte. „Wenige Unkonzentriertheiten haben uns um mehr gebracht“, resümierte Ederberglands Trainer nach einem „klasse Verbandsliga-Spiel, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind“. Im Sportpark in Höchst – der Platz in Unterliederbach ist derzeit gesperrt – hatten die Gäste zu Beginn mehr vom Spiel und die besseren Möglichkeiten. Neuzugang Felix Nolte verfehlte das Ziel in der 4. und 7. Minute knapp, auch der ebenfalls im Sommer zum FCE gewechselte Carlos Arsenio konnte den Ball nicht im Kasten unterbringen (9.). Effizienter die Gastgeber: Goran Dadic konnte einen Flankenball unbehelligt einschieben; Gäste-Schlussmann Alessandro Casella war chancenlos. Ederbergland ließ sich davon jedoch nicht entmutigen. Nach 22 Minuten spielte Oleg Schneider Rene Eickhoff mit einem lange Ball frei. Der Routinier behielt vor VfB-Schlussmann Daniel Knapschinski die Übersicht und spielte quer auf Nolte, der nur noch einschieben brauchte. In der Folgezeit offenbarten beide Abwehrreihen Abstimmungsprobleme, was die Frankfurter auszunutzen vermochten: Leonardo Bianco wurde in der 40. Minute von Daniel Koch freigespielt, umkurvte Casella und schob zum 2:1 ein. Nur zwei Minuten später kassierte der FCE nach eigenem Freistoß einen Konter, den erneut Bianco zum 3:1 ab. „Wir haben vorne eine Standardsituation und kassieren hinten das Tor. Das darf nicht passieren“, ärgerte sich Werth. Trotz des Rückstands sei er in der Pause noch optimistisch gewesen, dass seine Mannschaft die Partie drehen könnte. Zwar hatte seine Mannschaft nach Wiederbeginn mehr vom Spiel, der Gegner schoss jedoch ein weiteres Tor. Daniel Koch setzte sich auf Außen durch, zog zur Grundlinie und legte mustergültig auf Dadic zurück, der sein zweites Tor markierte (53.). Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen, setzten dann jedoch zur Aufholjagd an. In der 61. Minute konnte Knapschinski noch einen Schuss Noltes abwehren, sechs Sekundenzeiger-Umdrehungen später gelang Dominik Karge jedoch das 2:4. Damit nicht genug: Nur zwei Minuten später gelang Eickhoff der Anschlusstreffer. Die VfB-Defensive bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Der FCE-Kapitän fasste sich ein Herz und hämmerte das Leder aus rund 25 Metern ins linke obere Toreck.In der Folge rannten die Gäste auf das Heim-Tor an, ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht mehr gelingen. Die beste Chance vergab Eickhoff in der Nachspielzeit, als er einen Kopfball nach Flanke von Nolte über das Tor setzte. „Der Gegner war stehend K.o. und die Mannschaft hat alles versucht, es sollte aber einfach nicht sein“, fasste Werth, der nur mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, zusammen.

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