Fußballer-Verbandsliga Mitte

1:4 – Ederbergland gewöhnt sich zu spät an Platz und Gegner

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- Waldgirmes. Der Höhenflug des FC Ederbergland endete so jäh wie er begann: Nach sechs Punkten und 9:0 Toren landete der heimische Verbandsligist am Freitagabend durch ein 1:4 beim SC Waldgirmes II wieder auf dem Boden der Tatsachen und muss hoffen, dass am Wochenende nicht allzu viele Konkurrenten herankommen.

Die Ederbergländer, in identischer Aufsteller zur Vorwoche in Biebrich aufgelaufen, verfielen am Freitagabend in der Lahnaue einer alten „Krankheit“: Sie brauchten zu lange, um ins Spiel zu kommen. Das sah auch Frank Frede am Ende so: „In der ersten Viertelstunde waren wir nicht auf dem Platz, haben auch danach nur schwer Fuß gefasst“, gab Ederberglands Coach zu. Auf die leichte Schulter habe seine Elf nach dem 4:0-Triumph in Biebrich die Aufgabe aber nicht genommen, meinte Frede, der stattdessen in den Umstellungsproblemen auf den ungewohnten Kunstrasenplatz einen der Gründe dafür sah, dass die Partie im Grunde nach 51 Minuten gelaufen war. Auch an den Gegner gewöhnte sich der FCE lange Zeit nicht. In der Defensive machte er die Räume geschickt eng, in der Offensive machte die quirlige Truppe der Waldgirmeser Zweiten, bestückt mit vielen ganz jungen Talenten, von Beginn an Tempo; vor allem über außen hatte Ederbergland Probleme. Das 1:0 schon nach 13 Minuten war nicht überraschend: Roy Thormann war nach langem Diagonalball aus kurzer Distanz zur Stelle. Der frühere Schröcker erhöhte in Minute 28 nach einem weiteren Stellungsfehler auf 2:0, nachdem sich Sofinski bis zum Strafraum durchgetankt hatte und der Ball von Aydin zu Thormann kam. Erst im zweiten Durchgang trugen die Gäste mehr zum Spiel bei. Bis dahin wusste in Waldgirmes niemand, warum Möllmann und Co. bereits vier Auswärtsspiele gewonnen hatten. Gerade, als Trainer Frede mit einer Auswechlung die Offensive verstärken wollte, zerstörten sich jedoch die verbliebenen Hoffnungen des FCE: Michael Sofinski setzte sich erneut bis an die Grundlinie durch und schoss am etwas unglücklich agierenden FCE-Keeper Casella vorbei ins kurze Eck – 3:0. Die Gastgeber, die mit dem siebten Heimsieg ihre Heimstärke untermauerten, konnte sich fortan eine Verschnaufpause erlauben. Nur kurz roch es aus Sicht der Ederbergländer noch nach Zählbarem. Zunächst landete Oleg Schneiders Schuss vom Schlappen des SCWlers Rene Heuse zum 1:3 im Tor. Im Anschluss vergaben dann aber Mohr, Eickhoff und zweimal Westermann jene Chancen, die das Spiel nochmal spannend hätten machen können. Nach dem 4:1 durch den eingewechselten Aliakbari waren dann aber alle Zweifel beseitigt.

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