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Triathlon am Edersee ist zurück – Wettkampf am Samstag mit zwei Distanzen

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Von: Dirk Schäfer

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Knapp 22 Grad Wassertemperatur erwarten die Aktiven beim Triathlon in Waldeck am Samstag – der Edersee ist damit gut vier Grad kühler als beim letzten Event 2019, bei dem dieses Startbild vom Volkstriathlon entstand.
Knapp 22 Grad Wassertemperatur erwarten die Aktiven beim Triathlon in Waldeck am Samstag – der Edersee ist damit gut vier Grad kühler als beim letzten Event 2019, bei dem dieses Startbild vom Volkstriathlon entstand. © Artur Worobiow

Drei Jahre liegen zwischen dem 36. und dem 37. Triathlon des TSV Waldeck am Edersee. Die Pandemie-Pause ist nun überwunden, am Samstag fällt wieder der Startschuss zur beliebten Traditionsveranstaltung.

Verändert hat sich ein wenig, aber nur eines fällt ins Gewicht: Damals waren es erfreuliche 400 Teilnehmer, diesmal zählt der Gastgeber mehr als 100 weniger. Anmeldungen sind deshalb auch kurzfristig noch möglich, wie Daniel Hankel bekannt gibt. Der Abteilungsleiter der Eintracht muss sich nicht grämen ob des gesunkenen Interesses. Waldeck liegt im landesweiten Trend; auch andere Wettkämpfe verzeichneten in diesem Jahr teils deutlich weniger Starter.

„Keiner weiß so recht, welche Gründe das hat“, sagt Hankel. Selbst beim Hessischen Triathlon-Verband tappe man im Dunkeln. Die Coronazeit hat interessanterweise nicht dem Hobbysport geschadet – beim Volkstriathlon sind nicht nur am Edersee die Zahlen eingermaßen stabil. „Vielleicht sind durch Coronaerkrankungen und längere Trainingspausen viele Athleten noch nicht auf dem Leistungslevel, das sie sich vorstellen“, mutmaßt Hankel.

TSV Waldeck: Helfer haben die Treue gehalten

Ungeachtet der Teilnehmerzahl: Wie vor der Zwangspause ist die Lust auf Triathlon beim Gastgeber TSV Eintracht groß. „Ende Januar, als wir in die Planungen eingestiegen sind, war vieles noch ein Blick in die Glaskugel. Aber jetzt können wir den Wettkampf relativ einschränkungsfrei durchziehen“, erklärt Hankel, der sich freut, dass nicht nur Sponsoren die Treue gehalten haben, sondern auch die Helfer – vom Streckenposten bis hin zu den Unterstützern von DLRG, Stadt oder Polizei.

Auf der Laufstrecke könnten ein paar Posten eingespart werden; sie hat sich verändert und führt nicht mehr so viel durch den Wald. Die Athleten sind auf einer neuen, 2,5 Kilometer langen Wendepunktstrecke, überwiegend auf Asphalt, gefordert.

Die Radstrecke hat sich gegenüber 2019 nicht verändert. Die lange Distanz führt über 42 Kilometer über Nieder-Werbe, Basdorf, Vöhl, Alraft, Sachsenhausen, Netze, Buhlen, Mehlen (Kreisverkehr Lieschensruh) und Affoldern wieder nach Waldeck. Zwischen Nieder-Werbe und Basdorf gibt es wieder die 2019 eingeführte Bergsprintwertung. Die 18-Kilometer-Kurzstrecke verläuft über Nieder-Werbe direkt nach Sachsenhausen und anschließend durch die Reiherbach wieder in die Wechselzone. Wegen der Brückenbaustelle in Vöhl müssen die Athleten dort einmal absteigen und das Rad über eine Behelfsbrücke schieben.

„15 Meter Schotter bis zum Start“, vermeldet Daniel Hankel in Sachen Schwimmen vom Strandbad aus. Heißt: Wasserstand noch okay. 500 Meter kraulen die Volkstriathleten im Edersee, 1500 Meter die „Olympischen“.

Edersee-Triathlon: Überraschungsgast wieder am Start?

Gestartet wird auf der Olympischen Distanz mit offener Wertung sowie in der Hessischen Senioren-Liga und Masterliga. Rennen der 1. und 2. Hessenliga sind beim Edersee-Triathlon weiterhin nicht umsetzbar, weil der Verband zwingend vorschreibt, auf der Radstrecke die Straßen komplett zu sperren. „Das ist natürlich schade, weil Veranstaltern wie uns eine Möglichkeit genommen wird, ein größere Starterfeld zu bekommen“, übt Hankel leise Kritik am sportpolitischen Problem.

Ein Wiedersehen wird es auf beiden Distanzen mit vielen langjährigen Triathleten aus dem Waldecker Land geben. Jens Schumann, der mit Sebastian Heck die Farben des Ausrichters vertritt, ist auf der olympischen Distanz zweifellos mit favorisiert.

2018 überraschte Weltmeister Patrick Lange die Zuschauer mit einem Start am Edersee. Als lockeres Training käme das eine Woche vor Langes geplantem Start beim Iron Man in Roth auch diesmal in Frage. Der Waldecker Abteilungsleiter Daniel Hankel hat die Hoffnung auf ein Mitwirken des Wildungers noch nicht völlig aufgegeben. „Der Manager hat aber noch nicht angerufen“, so der Stand am Dienstag.

Der Start zum Volkstriathlon erfolgt am Samstag um 11.05 Uhr. Die Ligen bilden ab 11.15 Uhr die zweite Startgruppe, ab 11.25 Uhr gehen die Aktiven der olympischen Distanz ins Wasser. (Dirk Schäfer)

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