Finale Waldecker Pokal

Am Ende Freude auf beiden Seiten - Video

- Giflitz (tor). Am Ende der 90 Minuten hatte das Waldecker Pokalfinale in der SG Rhoden/Schmillinghausen seinen erwarteten Sieger. Auch wenn es nach 45 nicht unbedingt danach ausgesehen hatte, dass die Hintschich-Elf mit 3:0 gegen die SG Massenhausen/Gembeck gewinnen und als strahlender Double-Gewinner nach Hause fahren würde.

Im Duell Meister gegen Meister hatte Favorit Rhoden/Schmillinghausen im ersten Abschnitt deutlich mehr Mühe als erwartet. „Ich finde, wir waren da sogar ein kleines bisschen besser“, befand Thomas Salokat, Trainer des unterlegenen A-Liga-Champions Massenhausen/Gembeck. Und Salokat hatte nicht unbedingt Unrecht. Sein Team war glänzend eingestellt und nahm Rhodens Offensivabteilung aus dem Spiel. Zwar wirkte Wilhelmi im Massenhäuser Kasten reichlich nervös, doch ernsthaft geprüft wurde er in der ersten 45 Minuten einfach nicht. Nowitzki und Pusch (14.) spielten mit einem schönen Doppelpass die einzig nennenswerte Offensivaktion des Favoriten heraus, doch auch der Gegner war nach vorne harmlos wie ein Gänseblümchen. Erst kurz vor der Pause wurde es heiß: Nach einem Fehler im Gembecker Aufbauspiel konnte Andre Gutmann Jan Bangert nur mit einem Foul stoppen. Spielertrainer Hintschich legte sich den Ball zurecht, ein kurzer Blick, ein herrlicher Schlenzer aus 18 Metern in den Winkel - 1:0 (45.+2). „Dass der zu so einem Zeitpunkt so genau in den Knick passt, ist natürlich richtig ärgerlich“, befand Thomas Salokat. Direkt nach dem Treffer pfiff der gute Unparteiische Sunkovsky den ersten Durchgang ab, in den zweiten startete der Favorit wie verwandelt: Fünf Minuten waren gespielt, als Pusch einen Abpraller nach Schuss von Budde ins Netz schob. Zehn Minuten später hätte Hintschich mit einem weiteren Freistoß den Sack bereits zumachen können, doch Wilhelmi fischte den Ball noch aus dem Winkel. In der 75. Minute musste er aber erneut hinter sich greifen: Nach tollem Doppelpass mit Pusch schob Bangert den Ball ins kurze Eck. Zwar fiel die Niederlage nach Meinung von Salokat etwas zu hoch aus, was die Freude über eine insgesamt gute Saison aber kaum schmälerte: „Unser Ziel war der Aufstieg, und den haben wir ganz klar vollzogen. Diese Niederlage heute ist für uns absolut kein Beinbruch“. Entsprechend verabschiedeten sich die Spieler erhobenen Hauptes: Salokat musste ebenso wie seine Gegenüber Oliver Hintschich Bier- und Sektduschen über sich ergehen lassen. „Das war für uns alle hier ein tolles Erlebnis zum Saisonabschluss, diese Kulisse, diese Stimmung, das war einfach toll“. In dieselbe Kerbe schlug Hintschich: „Wenn man einmal einen Lauf hat, dann klappt es einfach“, jubelte er. „Vom Zuschauerandrang war das heute hier wirklich enorm, und unser Anhang hat uns eine tolle Unterstützung geboten. So macht es richtig Spaß“.

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