Serie „Ein Foto und seine Geschichte“: Die Dodenauer Handballerinnen in den 1940ern

So erfolgreich wie die Männer

Hinten von links: Rosel Hogen, Lydia Battenfeld, Helga Glöser, Irmgard Glöser, Getrud Schmidt; Mitte: Edith Müller, Elisabeth Schäfer, Hildegard Schäfer; vorn: Elfriede Klein, Inge Garnich und Elli Mankel.

Dodenau - Handball wird in der Regel längst in der Halle gespielt, nicht mehr auf dem freien Feld. Und in Dodenau ist der Sport sowieso schon lange Geschichte. Ein altes Foto, eingereicht von Gertrud Mohr, erinnert an die Zeit, in der das noch anders war.

Männer spielten in Dodenau längst Handball, als im Herbst 1946 auch eine Frauenmannschaft gegründet wurde. 15 Mädchen und junge Frauen schlossen sich zum Team zusammen: Rosel Hogen, Lydia Battenfeld, Helga Glöser, Irmgard Glöser, Gertrud Schmidt, Edith Müller, Elisabeth Schäfer, Hildegard Schäfer, Elfriede Klein, Inge Garnich, Elli Mankel, Erika Schneider, Wally Schwertfechter, Maria Adler und Ursula Born.

Trainiert wurden die Damen von dem damals in Dodenau wohnenden Sportlehrer Ulrich Jung, später auch von Helmut Lobig und Eduard Kaltofen. Das Team spielte meist gegen Mannschaften aus dem oberen Edertal, aber auch in Wallau, Laasphe, Berghausen, sogar Reisen bis nach Adorf und Korbach standen an. Die Frauen waren ebenso erfolgreich wie die Männer des Vereins: Sie wurden viermal Kreismeister. Beste Torschützin war stets Helga Glöser. Mangels Nachwuchsspielerinnen und weil es immer weniger Gegner gab, löste sich das Team im Herbst 1950 nach vier sehr erfolgreichen Jahren wieder auf.(r)

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