Ideenwettbewerb des Turngau Waldeck

Der erste Preis für den Bad Arolser Kinderstadtplan

- Adorf (mn). Ein Kinderstadtplan für Bad Arolsen – diese Idee und wie Kinder sie umgesetzt haben, war dem Turngau und dem Förderverein Turnen in Waldeck der erste Preis bei der Premiere seines Wettbewerbs „Außergewöhnliche Kinderturnaktionen 2009 im Verein“ wert. Am Freitagabend beim Gauturntag in Adorf fand er mit der Prämierung seinen Abschluss.

15 Aktionen hatten Übungsleiterinnen (tatsächlich waren ausschließlich Frauen verantwortlich) von zehn Vereinen dokumentiert und für den Wettbewerb eingereicht. „Ich war begeistert von den tollen Ideen, die wir da gesehen haben“, sagte Marianne Becker, die Turngau-Vorsitzende. Ziel war es, möglichst viel kreatives Potenzial zu wecken und damit den Vereinen neue Möglichkeiten fürs Kinderturnen zu erschließen. „Es war nicht einfach, das zu bewerten“, bekannte Hartmut Schmidtke, der Vorsitzende des Fördervereins. „Jede hat viel Arbeit hineingesteckt.“ Doch es musste ja drei Preisträger geben. Die Jury entschied sich so: 1. VfL Bad Arolsen (Sachpreis von 400 Euro): Annette Waßmuth, die Übungsleiterin startete mit ihrer Gruppe mehrere Umfragen, ließ „Spielplatzwünsche“ gemalt darstellen und entwickelte den Kinderstadtplan, was die Jury vor allem prämierte. Verzeichnet sind 13 Spielplätze der Kernstadt mit Helsen, die schönsten sind mit Fotos dokumentiert. „Unser größter Wunsch ist, dass der Kinderstadtplan in Seriendruck geht“, erklärte Annette Waßmuth. Von dem Gewinn plant sie eine Tagesfahrt mit ihrer Gruppe. 2. TSV Elleringhausen (Sachpreis von 300 Euro): Übungsleiterin Karin Bernhard entwickelte mit ihrer Gruppe ein Ferienprogramm mit verschiedenen Aktionstagen wie: Tierpflegertag am Edersee, Steinmetztag in Nieder-Waroldern oder gesundes Frühstück. 3. TSV Freienhagen (Sachpreis von 200 Euro): „Natur erleben im Team mit Räuber Hotzenplotz und seinen Freunden“, das konnte die Gruppe von Antje Hardes. Sie unternahm eine Planwagenfahrt und eine Orientierungswanderung mit sechs selbst ausgedachten Stationen. Eine weitere Rangfolge nahm die Jury nicht vor. TSV Goddelsheim, TSV Berndorf, TV Marienhagen, TSV Twiste, TSV Wirmighausen und TSV Waldeck beteiligten sich ebenfalls; bis zu drei Aktionen konnte jeder Verein einreichen. „Da sind hervorragende Ideen dabei“, meinte auch Carsten Stumpe, Leiter Marketing und Vertrieb von Wettbewerbs-Sponsor Waldecker Bank. Stumpe sagte dem Turngau eine Spende von 15 000 Euro des Geldinstituts zu; 10 000 Euro davon sind direkt für die Vereine vorgesehen. Mit leeren Händen ging schon am Freitag niemand nach Hause. Es gab Urkunden, und außerdem packte Birgit Kleinschmidt aus. Die freie Turngau-Mitarbeiterin und Übungsleiterin des TSV Elleringhausen hatte die Idee für den Wettbewerb und trieb ihn federführend voran. Den Sachpreis ihres Vereins verwendet sie zum Kauf des Fachbuchs „Hier bewegt sich was“, das sie an die Übungsleiterinnen verschenkte, die am Freitag ohne Preisgeld blieben. Als Dankeschön für die „tolle Zusammenarbeit“, wie sie sagte. Den Wettbewerb soll es auch im Jahr 2010 geben, wieder kann sich jeder Verein mit bis zu drei Aktionen bewerben. Dafür wünschte man noch mehr Übungsleiterinnen die Begeisterung einer Birgit Kleinschmidt. Es stimme ja gar, dass Kinder träge seien. Wo es so sei, liege es an den Erwachsenen. „Tut was!“, rief sie in den Saal: „Kinder bewegen sich von Natur aus gern.“

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