Finale RWE-Wintercup

Fette Beute für TSV/FC Korbach

- Hüsten/Korbach. Das erste Mal am Start und gleich abgeräumt: Der TSV/FC Korbach hat am Sonntag den 22. RWE-Wintercup in Westfalen gewonnen – und nach insgesamt drei Schichten eine ordentlich Prämie eingestrichen. Der FC Ederbergland wurde Neunter.

Einen über 3000 Euro ausgestellten Scheck erhielten die Korbacher Verbandsliga-Fußballer am Ende des sogenannten Playoff-Finals in Hüsten, für das sie sich über die Vorrunde in Winterberg und die Zwischenrunde in Sundern qualifiziert hatten. „Eine tolle Sache für uns“, meinte Betreuer Andreas Penzenstadler. Das Geld soll zum Teil in die Mannschaftskasse, zum Teil an den Verein fließen. Zum großen Rivalen der Kreisstädter wurde der SV 04 Attendorn. Dreimal stand der Bezirksligist dem TSV/FC gegenüber – am Ende des im doppelten K.-o.-System ausgetragenen Turniers sogar gleich zweimal hintereinander. In diesem „Endspiel-Doppel“ triumphierte schließlich Korbach denkbar knapp. Doch der Reihe nach. Der TSV/FC war mit einem 3:0 gegen den A-Ligisten SV Hultrop gestartet; Christoph Osterhold und Matthias Rösner (2) erzielten die Tore. Auch beim 2:1 gegen den Bezirksligisten SuS Bad Westernkotten trafen Rösner und „Chrissie“. Es wartete der FSV Werdohl, einer von drei Landesligisten im Feld, und die Korbacher schienen gehandicapt. Torhüter Mario Wörmann, der schon in den Spielen vorher über Beschwerden geklagt hatte, musste passen. Penzenstadler vermutet eine Zerrung oder gar einen Muskelfaserriss als Ursache. Für Wörmann rückte Mittelfeldspieler Jan Pohlmann ins Tor, er sollte schließlich zum Matchwinner werden. Denn nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung (Tor für Korbach: Markus Mühlenbächer) war ein Neun-Meter-Schießen fällig. Pohlmann hielt den letzten Ball beim 9:8 und bewahrte den TSV/FC vor der ersten Niederlage. Diese war mit 2:3 in der nächsten Partie gegen Attendorn fällig. Nachdem die Korbacher die zweimalige Führung durch René Huneck und Mühlenbächer jeweils eingebüßt hatten, verloren sie durch ein Golden Goal. Im nächsten Duell gegen den SV Hilbeck, der bis dahin ebenfalls nur einmal den Kürzeren gezogen hatte, waren sie wieder obenauf. Jonas Will und Mühlenbächer stellten den 2:1-Sieg sicher. Korbach war damit schon Zweiter und wollte natürlich mehr. Im Finale hatte Attendorn die besseren Karten, denn der SV 04 war bis dahin ohne jede Schlappe durchs Turnier gegangen. Nun war sie fällig. Nachdem Christoph Osterhold und Jan-Henrik Vogel einen 0:1-Rückstand gedreht hatten, quittierte der TSV/FC zwar zehn Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich, doch mit dem Golden Goal in der Verlängerung erzwang Torjäger Osterhold die zweite Partie gegen Attendorn nach fünf Minuten Pause.Wieder gingen die Westfalen in Führung, wieder glich „Chrissie“ aus und wieder erzielte Vogel das 2:1. Doch anders als vorher verteidigte Korbach nun den Vorsprung bis zum Schluss. Danach floss das Weißbier.

Weniger zu holen gab es für den FC Ederbergland, der sich mit den tieferklassigen Mannschaften sehr schwertat: Schon im ersten Spiel gegen Bezirksligist SV Hilbeck mussten die Mannen von Vladimir Kovacevic eine 0:1-Niederlage quittieren und rutschten in die Verliererrunde. Mit dem 1:0 gegen A-Ligist RSV Meinerzhagen ging es noch eine Runde weiter, ehe gegen einen weiteren A-Liga-Club endgültig Schluss war: Der FC Gierskämpen warf den FCE mit 2:1 endgültig aus dem Wettbewerb. Umsonst war der Auftritt aber nicht: Als Neunter kassierte der Verbandsligist immerhin noch 350 Euro.

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