Finale Vierschanzentournee: Skispringer des SC Willingen  Gesamtzehnter

Rang 18 - Stephan Leyhe findet kein Timing an der Kante 

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Etwas zu früh wieder Bodenkontakt aufgenommen: Für Stephan Leyhe lief es beim Finale der Vierschanzentournee in Bischofshofen nicht so gut wie es der Qualifikationsrang fünf versprochen hatte.

Stephan Leyhe hat Wort gehalten. Ein Top-ten-Platz bei der Vierschanzentournee hatte der Skispringer des SC Willingen im WLZ-Interview als Ziel für diese vier Wettkämpfe ausgegeben.

Bischofshofen - Und das Finale in Bischofshofen wurde für den gebürtigen Schwalefelder ein Punktlandung: Zehnter in der Gesamtwertung. 

Doch Leyhe war einen Tag nach seinem 28. Geburtstag mit dem 18. Platz (132 und 131 Meter/257,7 Punkte) bei der vierten Tourneestation nicht zufrieden. Er fiel in der Gesamtwertung von Rang sechs auf zehn zurück. Es war bei seiner sechsten Tourneeteilnahme das drittbeste Resultat nach Platz drei im Vorjahr und Rang acht 2017. 

„Ich bin heute deutlich unter meinen Erwartungen geblieben“, gab Leyhe unumwunden im ARD-Interview zu. Platz fünf in der Qualifikation auf einer seiner Lieblingsschanzen versprach eine Menge mehr für den Mann vom SC Willingen. 

Die Analyse, warum er nicht wie erhofft ins Fliegen gekommen war, hatte Leyhe sofort parat: „Ich war heute nicht so locker und beim Absprung hat das Timing an der der Kante gefehlt.“ 

Doch Leyhe zeigte sich im Fernsehinterview auch als Teamplayer, denn er sagte zum Abschluss: „Heute geht es auch gar nicht um mich, sondern heute geht es nur um Karl.“ Gemeint war Mannschaftskollege Karl Geiger, der noch auf den Tourneegesamtsieg hoffte. 

Doch auch das sollte nicht sein für das deutsche Team. Leicht vergeigt. Der momentan beste deutsche Skispringer kam nicht mehr am Gesamtsieger Dawid Kubacki (Polen) und dem Norweger Marius Lindvik vorbei. 

Geiger schaffte es nach Sprüngen auf 140 und 136 Meter auf Tagesrang zwei und verteidigte seinen Podestplatz gegen Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi (135,5 und 138 Meter) aus Japan, der sich mit Gesamtrang vier begnügen musste. Den Tournee-Sieg sicherte sich mit 143 und 140,5 Metern erstmals Kubacki. Tournee-Debütant Lindvik, der 139 und 137 Meter sprang, veredelte seine zwei Tagessiege mit Gesamtrang zwei, nachdem er gestern auf Platz drei kam. 

Die deutschen Skispringer schafften alle den zweiten Durchgang. Markus Eisenbichler (14.), Contantin Schmid (20.) und Pius Paschke (28.) bestätigten dabei ihre aufsteigende Formkurve. 

„Karl ist super gesprungen. Die anderen haben im Laufe der Tournee einige gute Sprünge gezeigt und ihr Potential unterstrichen“, lobte Bundestrainer Stefan Horngacher, der im letzten Jahr noch Kubacki & Co. trainiert hatte. (be/rsm)

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