Autocross in Eppe

Frank Emde fährt Konkurrenz davon

+
Kampf um jede Position: Frank Emde (links) vom ausrichtenden RSG Aartal hatte im Langstreckenrennen letztlich die Nase vorn: Mit 66 hatte er drei Runden Vorsprung auf den ersten Verfolger.

Eppe - Schlechtes Wetter, trotzdem einige Zuschauer und guten Motorsport, das bot das 39. Autocross des RSG Aartal Eppe am Wochenende. Lokalmatadoren feierte dabei Siege.

Frank Emde vom ausrichtenden Verein gewann das Langstreckenrennen auf dem Aarbergring. Mit 66 gewerteten Runden verwies er Thomas Triesch vom ACT Dauborn, der auf 63 Runden kam, auf den zweiten Platz. Martin Fiegenbaum (RG Ahlen) wurde mit 62 Runden Dritter. Knapp am Podium vorbei fuhr Boris Gaudeck vom MC Sachsenberg, der mit 61 gewerteten Runden den fünften Rang belegte.

Steven Frese vom RT Fürstenberg (60) wurde Siebter, Lisa Jerrentrup (MC Sachsenberg; 60) Achte und Markus Hau (MSV Diemelsee; 31) Elfter.

Das Langstreckenrennen war einer der Höhepunkte in Eppe. Dabei galt es, innerhalb einer Stunde so viel Runden wie möglich zu absolvieren. 18 Starter nahm Safetycar-Pilot Karsten Köster auf die Einführungsrunde mit. Am Ende der vorgegebenen Zeit waren es dann noch 17 Teilnehmer, die mit der karierten Zielflagge abgewunken wurden.

Für das Langstreckenrennen mussten entsprechend den Reglements der beteiligten Rennverbände WACV/DRCV (Westdeutscher Autocross Verband/ Deutscher Rallye Cross Verband) und WBAC (Weserberg Autocross) Qualifikationsrennen gefahren werden. In einem dieser Vorläufe kam es zu einem Überschlag, bei dem es den Privatfahrer Walter Reske aushob und kopfüber in die Bahn warf. Auf seine Wahrnehmung bei diesem Dreher angesprochen antwortete Reske gelassen: „Das geht so schnell, du merkst nicht, wie es passiert und plötzlich liegst du kopfüber in der Bahn. Angst hast du keine, dafür fehlt dir die Zeit.“

Köster musste mit dem Safetycar häufiger auf die Strecke, um das Rennen nach Drehern und Überschlägen zu verlangsamen. „Ich bin froh, dass ich ein Dach über dem Kopf und Scheiben im Auto habe, so macht mir der Regen und der Matsch auf der Strecke nichts aus“, sagte der Fahrer. „Den Kollegen schaue ich ein wenig wehmütig nach, ich bin ja auch Crossfahrer, habe aber momentan keinen fahrbereiten Untersatz zur Verfügung.“

Ein weiterer Höhepunkt war das Nachtrennen. Von den gemeldeten 31 Startern kamen 31 ins Ziel, unter ihnen mit Boris Gaudeck (MC Sachsenberg; 14 Runden) und Steven Frese (RT Fürstenberg; 8) zwei weitere heimische Fahrer neben Manuel Spors: Der Pilot der RSG Aartal Eppe verwies mit 54 gefahrenen Runden alle Konkurrenten auf die Plätze. Zwar hatten zwei Verfolger dieselbe Anzahl von Runden gefahren, lagen aber hinter Spors.

Wohl dem schlechten Wetter geschuldet, es hat phasenweise wie aus Eimern geschüttet, kamen am Samstag weniger Zuschauer als in den Vorjahren zum Aarbergring in Eppe. Die Fans, die dem Regen trotzten, wurden allerdings mit spektakulären Rennen belohnt. Ivonne Klug, Vorsitzende des RSG Aartal Eppe, zog wohl auch deshalb am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit: „ Trotz des nicht ganz so guten Wetters war dieses Wochenende ein voller Erfolg. Ein großes Dankeschön gilt allen Helfern und Vereinsmitgliedern. Die Treckerfahrer haben einen tollen Job gemacht.“ Insgesamt waren für den Samstag 103 Starter und für den Sonntag 82 Starter gemeldet. (ws)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare