Verbandsmeisterschaften im Spring- und Dressurreiten mit 700 Nennungen am Wochenende in Gemünden

Ist Frank Plock zu stoppen?

- Gemünden (mn). „Wir sind sozusagen schon alte Hasen“, findet Pressesprecherin Melanie Hose. Stimmt. Der RuFV Gemünden gibt zum vierten Mal den Gastgeber der Verbandsmeisterschaften. Sportlich ruhen die Hoffnungen des Vereins auf Melanie Otto.

Von 2010 bis 2012 kürten Spring- und Dressurreiter des Verbandes Kurhessen-Waldeck ihre Titelträger an der Wohra. Nach dem Oberkaufunger Intermezzo im vergangenen Jahr ist am Samstag und Sonntag nun abermals das Team um den Vorsitzenden Reiner Möbus gefordert – zum zweiten Mal in der noch laufenden „grünen Saison“. Im Mai ging an der Aue­straße schon das „normale“ Turnier über die Bühne.Topfavorit bei den Titelkämpfen der Springreiter ist Frank Plock. Der Seriensieger vom RFV Borken hat für sieben Prüfungen genannt. „Alles, was M und S ist, und ein L-Springen“, sagt Melanie Hose. Für die Titelkämpfe der Reiter im Hindernisparcours gewertet werden das Zwei-Sterne-M am Samstag und beide Prüfungen der Klasse S mit Sternchen, die am Samstag und Sonntag geritten werden.

Erd und Gautier dabei

Der heimische Kreisreiterbund ist bei den genannten Springen mit zwei Aktiven vertreten: Daniel Erd vom RV Bad Wildungen und der für den LRFV Sachsenhausen reitende Cord Gautier. Lutz Ricken (ebenfalls Bad Wildungen), im Vorjahr Dritter hinter Kai Schrammel (RFV Schwalmpforte) und Michael Most (Guxhagen-Dörnhagen), hatte nach dem letzten Stand (noch) nicht genannt.Für die Meisterschaft der Junioren und der Jungen Reiter werden Prüfungen der Klassen L und M herangezogen, darunter auch das M* mit Stechen am Sonntag. Im Vorjahr erreichte Johanna Fahle (SV Nieder-Waroldern) als einzige Aktive aus Waldeck-Frankenberg mit Rang drei bei den Junioren einen Podestplatz. Für Gemünden haben Katrin Freitag (RFV Rosenthal), die Geismarerin Isabel Grede sowie Stefanie Grebe (RFV Korbach) und Anne Schäfer von RFV St. Kilian mit Sitz in Lelbach in den besagten Prüfungen genannt.

Melanie Otto in Form

Hervorragend scheinen Melanie Otto vom LRFV Gemünden und ihr Quick Point in Form zu sein. Zuletzt sicherten sie sich den Sieg in der S-Dresseur beim Turnier in Frankenberg. Auch bei ihren Verbandsmeistertiteln in den Jahren 2009 und 2010 sowie Rang zwei vor zwei Jahren hatte die Schwabendorferin jeweils ihr Erfolgspferd gesattelt. Vergeben wird der Titel in den beiden M**-Prüfungen, die jeweils das Tagesprogramm auf dem Dressurplatz abschließen. Katharina Freitag (RFV Frankenberg), im St.-Georg-Special ihres Vereins mit Diorissima Dritte mit acht Zählern Rückstand auf Melanie Otto, will bei diesen Dressuren ebenso satteln wie Julia Göbel (RFV Korbach), der Vöhler Volker Tassius, Jutta Freudenfeld-Waid und Rita Joraschewski vom RFV Bad Wildungen sowie die Frankenbergerin Andrea Heck. Im Vorjahr wollten nur drei Starterinnen Verbandsmeisterin der Reiter/Jungen Reiter (werden in der Dressur zusammen gewertet) werden. Den Titel holte sich Dorothee Rininsland-Schröder (Schwalmpforte) auf Chara. Heimische Beteiligte: Fehlanzeige. Dafür hielt in der Altersklasse der Junioren Isabell Draht (Frankenberg) die Fahnen hoch, sie gewann mit ihrem Da Vinci die Konkurrenz. Mit der Zahl von rund 700 Nennungen bleiben die Gemündener aktuell hinter dem Mai-Ergebnis zurück. „Das ist Durchschnitt für eine Verbandsmeisterschaft“, sagt Melanie Hose. Mag sein, dass das Turnier im Cölber Ortsteil Schönstadt ebenfalls am Wochenende den ein oder anderen Teilnehmer kostet. In Gemünden geht es ja keineswegs nur um die Meisterschaften, die Prüfungen stehen allen Reitern offen und weitere Wettbewerbe auf dem Programm. Der LRFV Gemünden hat vier Anfängerprüfungen (Reiter- und Dressurreiterwettbewerb sowie zwei Longenreiterwettbewerbe) ins Programm genommen, an denen zehn Reitschüler des Vereins teilnehmen. Für die meisten das erste Turnier. „Wir haben die vier Prüfungen auch, damit die Kinder schon mal erste Turniererfahrung sammeln können“, sagt Melanie Hose.Wie beim Turnier im Mai wollen rund 70 Helfer den reibungslosen Ablauf der Titelkämpfe gewährleisten. „Das unterscheidet sich vom Ablauf eines normalen Turniers nicht sehr viel, außer bei der großen Platzierung“, sagt die Pressesprecherin. Diese Siegerehrung mit Podest, Blumensträußchen und einem Gläschen Sekt folgt nicht wie sonst der letzten Turnierprüfung, sondern ist für Sonntag, 17 Uhr, angesetzt. Man hofft, dass am späten Nachmittag mehr Zuschauer die Verbandsmeister feiern werden.

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