Behinderte und nicht behinderte Kicker trainieren gemeinsam

Der Fußball macht keine Unterschiede

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- Herzhausen (schä). Das Treffen im Sommer war für alle Beteiligten eine gute Sache. So entschloss sich die Schiedsrichtervereinigung Frankenberg, auch im Winter in der Halle ein Training mit heimischen Vereinen und zwei Frankenberger Schulen zu initiieren.

In der Herzhäuser Sporthalle an der Ederseeschule gab es ein Wiedersehen für die Jugendfußballer der JSG Altenlotheim und des TSV Geismar sowie die fußballbegeisterten Schüler der Kegelbergschule und der Friedrich-Trost-Schule.

Bereits im Sommer in Altenlotheim hatten alle beim Training mit dem DFB-Mobil viel Spaß. Die rundum positiven Erfahrungen im Umgang miteinander bestärkte die heimische Schiedsrichtervereinigung um Franz Lippek, erneut ein gemeinsames Training zu organisieren. „Übungsleiter“ war diesmal Jürgen Holletzek, Leiter der Fußballschule von Hannover 96. Er wurde von Andreas Triebsch vom Maritim-Hotel in Bad Wildungen unterstützt, das im April die Fußballschule in der Badestadt zu Gast hat.

In dem zweistündigen Training wolle er einen Querschnitt durch das zeigen, was in der 96-Fußballschule gelehrt wird, sagte Holletzek. Der Umgang mit behinderten Kickern war dabei nichts Neues für ihn. Dies komme des öfteren vor, gleichwohl sei diese Art des gemeinsamen Trainings allemal etwas Besonderes. Dass es Probleme gibt, Fußballer, die eine Lernhilfeschule oder eine Schule für Praktisch Bildbare besuchen, in die Sportvereine zu integrieren, ist auch Holletzek nicht verborgen geblieben, zumal er am Montag von einem der Schüler selbst erfuhr, dass ein solcher Versuch in den heimischen bereits einmal gescheitert ist. Im Training in Herzhausen integrierten sich aber alle gut in die Gruppe, absolvierten gemeinsam und ohne Scheu die Übungen und merkten schnell: Der Fußball macht keine Unterschiede.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch,26 Januar.

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