Relegation zur Verbandsliga

Grebenhain Willingens erste Herausforderung

- Wilingen (py). Anfang Mai 2009 standen sie sich zuletzt gegenüber. Der TSV Grebenhain als Rangsiebter, der SC Willingen auf Abschiedstour. Nun wollen die Upländer zurück in die Verbandsliga – den Platz der Elf aus dem Vogelsberg einnehmen.

Der Auftakt der Relegation zur Verbandsliga Nord findet am Mittwoch (19 Uhr) auf neutralen Plätzen statt. Die anderen Gruppenliga-Vize, VfL Kassel und FC Eichenzell kicken in Oberaula, die Upländer müssen gegen Grebenhain in Mengsberg ran. Beim 1:0 in Willingen am 6. Mai 2009 saß nach der Trennung von Dirk Kinzel in seinem zweiten Spiel Hubertus Albers auf der Bank. „An das Spiel und den Gegner kann ich mich kaum noch erinnern“, erklärt der SCW-Trainer. „Auch dass wir 0:1 verloren haben, weiß ich nicht mehr. – Interessiert auch nicht, denn die Mannschaft war eine andere als heute.“ Den kleinen Platz in Mengsberg sieht Albers nur als minimalen Vorteil: "Grebenhain wird sich auch schnell daran gewöhnt haben.“ Sein Team müsse sich vor allem Gedanken über sich selbst machen. „Wir haben doch noch einmal die Chance erhalten, in die Verbandsliga zurückzukehren, und die müssen wir versuchen zu nutzen.“ Dabei erwartet Albers, dass beide Seiten erst einmal vorsichtig beginnen werden. Denn eins ist sicher: „Wer in der Relegation das erste Spiel verliert hat einfach die schlechteren Karten.“ Ein Remis dagegen ermögliche noch alle Optionen. An einen Sieg will Albers noch nicht denken. Beim Personal kehrt Spielmacher Hoffmann nach Sperre zurück, ein Fragezeichen steht noch hinter Karsten Trachte (grippaler Infekt).Bei Gegner Grebenhain gab es 2009 kurz vor Saisonende Grüchte, dass der Vorstand aus finanziellen Gründen die Mannschaft zurückziehen wolle. Erst Ende Mai entschloss sich die Abteilung, in der Verbandsliga zu bleiben - zu spät für Verhandlungen mit Spielern. Trainer Harald Kowarz ging, Nachfolger Edgar Nix musste mit zehn Spielern anfangen, erst nach und nach wurde der Kader aufgefüllt. spät um Verhandlungen mit Spielern zu führen. In der Winterpause lag, die Truppe einen Platz vor der Abstiegsrelegation, dann wurde Nix geschasst, Neuzugang Zeljko Radic zum Spielertrainer erklärt. Trotzdem droht der Absturz. Entsprechend nüchtern geht Radic die Relegation an. „In dieses Spiel müssen wir alles investieren.“ Der Coach selbst jedenfalls verschob einen lange geplanten Familienurlaub in Italien, rief stattdessen noch einmal seine Truppe zusammen. „Wir haben schon genug Chancen verspielt. Daher haben wir uns noch einmal zusammengesetzt und ich denke, dass jetzt auch jeder Spieler weiß, auf was es am Mittwoch ankommt."

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