Nach dem Sieg in Bietigheim wollen die Vipers gegen Oldenburg weitere Überraschung schaffen

Mit gutem Gefühl zum zweiten Coup?

- Bad Wildungen (jh). Obwohl der VfL besser besetzt sei, sieht Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer eine Siegchance für ihre Mannschaft.

Vor allem für die Psyche ihrer Spielerinnen sei der 24:20-Coup am vergangenen Samstag in Bietigheim wichtig gewesen, sagt Bremmer. „Wir haben ein richtig geiles Spiel gezeigt und zwei Punkte geholt, mit denen keiner gerechnet hatte. Die Mannschaft hat dadurch, dass wir gleich im ersten Spiel ein Zeichen gesetzt haben, gesehen, dass wir einiges erreichen können. Dass jetzt alle wissen, dass wir in der Liga keine Opfer sind, wird unser Team im Kopf stärker machen“, ist die 31-Jährige überzeugt. „Wir müssen das gute Gefühl aus dem Spiel gegen Bietigheim in die Partie gegen Oldenburg mitnehmen“, fordert Bremmer.

Vasilescu in der Startsieben

„Oldenburg hat zwar qualitativ den besseren Kader, aber wenn wir 60 Minuten konzentriert spielen und kämpfen, haben wie eine Chance zu punkten“, glaubt die Niederländerin. Ihr Team sei nach dem Ausrufezeichen von Bietigheim „heiß und motiviert, die nächste Überraschung zu schaffen“. Bremmer freut sich, dass ihr in Laura Vasilescu, die in Bietigheim ein starkes Comeback nach ihrer Meniskusoperation gab, wieder eine Alternative mehr für die Startsieben zur Verfügung steht. In der dürfte die Rumänin wohl schon morgen (19 Uhr, Ense-Halle) gegen Oldenburg stehen.Allerdings wird die 29-Jährige in der Abwehr erst einmal nicht wie in der Vorsaison im Mittelblock, sondern auf der halblinken Seite decken, weil es für Bremmer „keinen Grund gibt“, den in Bietigheim starken Innenblock mit Regisseurin Sarah van Gulik und der Halbrechten Petra Nagy auseinanderzureißen. Zumal der Neuling eine offensivere 6:0-Deckung als in der 2. Liga spielt. „Laura hat noch einen kleinen Fitnessrückstand, aber in Bietigheim hat sie die Mannschaft extrem gepusht“, sagt Bremmer über die Rückraumallrounderin.

Petra Nagy ist gesetzt

„Noch mehr gesetzt als Laura“ ist bei ihr Nagy. „Sie ist extrem ehrgeizig“, sagt Bremmer über die Ungarin, die sich zur festen Größe entwickelt hat. Die Trainerin kann auf den gleichen 13-köpfigen Kader wie in Bietigheim zurückgreifen, wobei Helen van Beurden (Tor) und die Rückraumkräfte Jana Pollmer und Simona-Maria Cipaian die ersten Alternativen sind. Nachdem die HSG beim Wunderhorn-Turnier in Oldenburg ohne die verletzten Vasilescu und Annika Busch im August gegen den VfL mit 14:18 bei einer Spielzeit von 40 Minuten verlor, hofft Bremmer auf eine Revanche. „Oldenburg hat zwar ein paar Stammspielerinnen verloren, die schwer zu ersetzen sind“, sagt Bremmer und spielt auf die holländischen Leistungsträgerinnen Laura van der Heijden (Esberg), Lois Abbingh (Baia Mare) sowie die Nationalspielerinnen Anna Loerper (Metzingen) und Wiebke Kethorn (Karriereende) an, „aber sie haben immer noch eine gute Truppe.“ Bei dieser sei die Handschrift des erfahrenen Trainers Leszek Krowicki deutlich zu erkennen. Das VfL-Spiel zeichne sich durch „extrem viel Tempo“ aus, sagt Bremmer. Beim 37:29-Auftaktsieg über Celle „hat Oldenburg die Hälfte seiner Tore durch Tempogegenstöße gemacht“, hat sie festgestellt.Mit Nationalspielerin Angie Geschke auf halblinks, Neuzugang Caroline Müller (Ringkobing) auf der Mitte und Julia Wenzl auf halbrechts verfüge der VfL über einen guten Rückraum. „Zudem sind die Torhüterinnen Tess Wester und Julia Renner richtig gut“, so Bremmer. Zugleich warnt sie vor der „sehr beweglichen 6:0-Deckung“ des VfL. „Oldenburg spielt ähnlich wie wir“, sagt die HSG-Trainerin und hofft, dass den Vipers bei ihrer Heimpremiere der zweite Coup gelingt.

Zum Spiel befördert die BKW um 18.10 Uhr und um 18.30 Uhr Fahrgäste von der Bushaltestelle Treffpunkt in der Brunnenallee.

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