TSV macht sich das Leben beim 27:24 in Calden schwer

Energischer Endspurt bringt Korbachs Handballern den Sieg

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Mit sechs Treffern zweitbester Korbacher Werfer in Calden: Abd Alkader Altaweel (Archivfoto).  

Calden – Mit dem hart erkämpften 27:24-Sieg in Calden haben die Handballer des TSV Korbach im Dreikampf an der Spitze der Bezirksoberliga leicht Boden gutgemacht.

Grund: Die HSG Hofgeismar/Grebenstein brachte der HSG Wesertal die erste Saisonniederlage bei und übernahm selbst Platz eins. Nach Minuspunkten ist Korbach bis auf einen Zähler am Landesliga-Absteiger dran.

Ahnatal/Calden – Korbach 24:27 (13:14).Der sechste Saisonsieg, aber die Vorstellung der Korbacher in Calden war aber alles andere als berauschend. „Wir haben uns das Leben unnötig viel zu schwer gemacht“, sagte Trainer Harald Meißner. 

Diese Feststellung bezog sich auf Angriff wie Abwehr. Die Gäste, die ab der 11. Spielminute Sebastian Wrzosek wegen Patallasehnenproblemen ersetzen mussten, ging viel zu fahrlässig mit ihren Chancen um, trafen oft falsche Wurfentscheidungen; dazu präsentierte sich auch die Abwehr ungewohnt passiv.

Nie eine sichere Führung erzielt

Tore So war es nicht verwunderlich, dass die Begegnung fast bis zur Schlussphase spannend war. Der TSV lag zwar bis auf das frühe 1:1 (4.) und das 17:17 (38.) immer in Führung, konnte diese aber aufgrund der genannten Schwächen nie auf mehr als drei Tore ausbauen. „Wir haben Calden immer wieder herankommen lassen“, kritisierte Meißner.

Als symptomatisch benannte Korbachs Coach die Sekunden kurz vor der Halbzeit. „Wir sind in Ballbesitz, nehmen uns zehn Sekunden vor der Pause einen völlig unnötigen Wurf und kassieren so zwei Sekunden vor dem Seitenwechsel das 13:14.“

Drei Korbacher Treffer am Stück entscheiden

 Nach Wiederbeginn das gleiche Bild: Der TSV führte, konnte sich aber zunächst nicht mit mehr als zwei Toren absetzen – bis zur Schlussphase. Nach dem Caldener Anschlusstreffer zum 22:23 (55.) erzielten Simon Riedesel (56.), Malte Urban (57.) und Dave Alscher (58.) drei Tore in Folge zum 26:22 für Korbach – die Entscheidung.

„Es war ein unnötig langer und schwerer Kampf. Es haben bei uns die letzten zehn Prozent Überzeugung gefehlt“, bilanzierte Meißner, der aber auch hervorhob: „Man sieht deutlich die Entwicklung der Mannschaft. Vor zwei Jahren hätten wir so ein Spiel noch verloren.“

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